Personalpolitik, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Personalpolitik · wird nur im Singular verwendet
WorttrennungPer-so-nal-po-li-tik
WortzerlegungPersonalPolitik
DWDS-Vollartikel, 2018

Bedeutung

Politik (Lesart 1), betriebliches Handeln in Bezug auf das in einem Unternehmen, einer Einrichtung tätige Personal
Beispiele:
Die Personalpolitik umfasst alle Grundsätze und Entscheidungen, die sich auf die wechselseitigen Beziehungen zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern, zwischen Mitarbeitern untereinander und zwischen den Mitarbeitern und ihrer Arbeit beziehen. [Lexikon Personalwirtschaft. 1. Aufl. Friedrich Kiehl Verlag GmbH 2008., 01.01.2008, aufgerufen am 30.05.2018]
Die Forscher haben 64 mittelständische Unternehmen in Großbritannien, Frankreich und der Schweiz analysiert, die sich durch besonders fortschrittliche Personalpolitik auszeichnen: familienfreundliche Arbeitszeiten, Teilzeitjobs für Führungskräfte, Unterstützung berufstätiger Eltern bei der Kinderbetreuung, Weiterbildung während der Kinderpause. [Der Spiegel, 27.06.1994, Nr. 26]
Nun rächte sich eine Personalpolitik [des Fußballvereins], die primär Transfergewinne anstrebt und die Qualität des Kaders vernachlässigt hatte. [Neue Zürcher Zeitung, 04.12.2017]
Eine Personalpolitik, die das Personal in guten Zeiten vollmundig als Kapital des Unternehmens bezeichnet und in schlechten Zeiten als Ballast behandelt, den es möglichst schnell abzuwerfen gilt, ist mit den Herausforderungen der Wissensgesellschaft schlecht vereinbar: Unternehmen mit dieser Philosophie werden wohl kaum langfristig das Vertrauen in eine solide und nachhaltige Personalpolitik aufbauen können […]. [Süddeutsche Zeitung, 15.05.2004]
Anders als sein Vorgänger bunkere der jetzige Schulleiter sich nicht im Direktorenzimmer ein. Er habe gute Personalpolitik betrieben und die richtigen Leute an die richtigen Stellen gesetzt – auch wenn sie vom Dienstalter her für eine Beförderung noch nicht vorgesehen waren. [Die Zeit, 02.12.1999, Nr. 49]
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: verfehlte, vorausschauende, familienfreundliche Personalpolitik
als Akkusativobjekt: Personalpolitik betreiben; die Personalpolitik [von jmdm.] kritisieren
in Präpositionalgruppe/-objekt: Unmut über, Einfluss auf die Personalpolitik; Kritik an, Fehler in der Personalpolitik

Thesaurus

Synonymgruppe
Mitarbeiterführung · ↗Personalmanagement · Personalpolitik · ↗Personalwirtschaft
Unterbegriffe
  • Arbeitsbewertung · Funktionsbewertung · Job Evaluation · Job Grading · Positionsbewertung · Rollenbewertung · Stellenbewertung
  • Compensation & Benefits · Vergütung & Nebenleistungen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Chancengleichheit Führungsstil Gutsherrenart Justizsenator Machtpolitik Vereinsführung betreiben betrieblich erratisch expansiv familienbewußt familienfreundlich familienorientiert fragwürdig geschickt jugendzentriert knallhart kopflos kurzsichtig restriktiv rigid rigoros rüd selbstherrlich sprunghaft undurchsichtig verfehlt vorausschauend weitsichtig zielstrebig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Personalpolitik‹.

Zitationshilfe
„Personalpolitik“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Personalpolitik>, abgerufen am 17.02.2019.

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