Pestilenz, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Pestilenz · Nominativ Plural: Pestilenzen · wird meist im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungPes-ti-lenz (computergeneriert)
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Pestilenz‹ als Erstglied: ↗pestilenzartig
eWDG, 1974

Bedeutung

veraltend Pest
Beispiel:
Wir ... / hatten Krieg und hatten Teuerung / und Pestilenz [G. Hauptm.Winterballade2]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Pest · Pestilenz
Pest f. verheerende, epidemisch auftretende, meist tödlich verlaufende Infektionskrankheit mit eitriger Anschwellung der Lymphknoten (Beulenpest). Lat. pestis ‘ansteckende Krankheit, Seuche’ bezeichnet im Spätlat. auch die oben genannte Epidemie und gilt in diesem Sinne in der medizin.-lat. Wissenschaftssprache. Daraus die Entlehnung Pest (16. Jh.). Im Dt. früher bezeugt ist gleichbed. Pestilenz f. spätmhd. pestilencie, pestilentz (14. Jh.), aus lat. pestilentia ‘ansteckende Krankheit, Seuche’, zu lat. pestilēns (Genitiv pestilentis) ‘verpestet, verseucht, ungesund’, einer Bildung zu lat. pestis. Übertragener Gebrauch ‘Verderben, Untergang, sich rasch verbreitende Gefahr’ seit 17. Jh.

Thesaurus

Synonymgruppe
Beulenpest · Gottgeißel · Pest · Pestseuche · schwarzer Tod  ●  Pestilenz  veraltet
Oberbegriffe
Synonymgruppe
Pestilenz · schwere Seuche
Oberbegriffe
Synonymgruppe
Epidemie · Geißel der Menschheit (lit.; journalistisch) · ↗Landplage · ↗Massenepidemie · ↗Massenerkrankung · ↗Plage · ↗Seuche  ●  Gottesgeißel  veraltet · Pestilenz  fig.
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Erdbeben Hunger Hungersnot Krieg

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Pestilenz‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Heute steht er ausnahmsweise ungünstig und nimmt so die Pestilenz mit.
Thelen, Albert Vigoleis: Die Insel des zweiten Gesichts, Düsseldorf: Claassen 1981 [1953], S. 150
Pestilenz läßt sich zu Kriegszwecken kaum zielgenau und kontrollierbar einsetzen.
Die Zeit, 01.03.1982, Nr. 09
In dem Brief steht, dass es im Zimmer von Ellen G. nach "Tod und Pestilenz" gestunken habe.
Süddeutsche Zeitung, 24.10.2002
Grassiert die Pestilenz oder steigt die Nordsee über die Ufer?
Neues Deutschland, 18.02.1967
Wo ihre Truppen auftreten, stellen sich in kürzester Frist Not, Hunger, Pestilenz, Massenprostitution verzweifelter Frauen, Säuglingssterben, Anarchie, und jäher Zusammenbruch jeder staatlichen Ordnung ein.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1944]
Zitationshilfe
„Pestilenz“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Pestilenz>, abgerufen am 15.10.2019.

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