Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Petersilie, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Petersilie · Nominativ Plural: Petersilien · wird selten im Plural verwendet
Aussprache 
Worttrennung Pe-ter-si-lie
Wortbildung  mit ›Petersilie‹ als Erstglied: Petersilienkartoffel · Petersiliensalat · Petersiliensauce · Petersiliensoße · Petersilienwurzel
 ·  mit ›Petersilie‹ als Letztglied: Blattpetersilie · Hundspetersilie · Moospetersilie · Schnittpetersilie · Wurzelpetersilie
Mehrwortausdrücke  jmdm. die Petersilie verhageln
Herkunft zu petrosélīnongriech (πετροσέλινον) ‘Felsen-, Steineppich’
eWDG

Bedeutung

doldenblütiges Gewürzkraut, dessen aromatische Blätter als Küchengewürz dienen
Beispiel:
grüne, krause, getrocknete Petersilie
bildlich
Beispiel:
umgangssprachlich, scherzhaftjmdm. ist die Petersilie verhagelt (= jmd. ist durch eine Enttäuschung niedergeschlagen)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Petersilie f. Der Name für das aus Südeuropa stammende, als Küchengewürz dienende Doldengewächs ahd. petarseli (10. Jh.), mhd. pētersilje, spätmhd. pētersil gelangt nach Abschluß der hd. Lautverschiebung ins Dt. Schon früh erfolgt Anlehnung an den Eigennamen Peter, vgl. ahd. petirlīn (Hs. 12. Jh.), mhd. pēterlīn, nhd. (landschaftlich) Peterle, Peterling, Peterchen. Der Name ist wie mnd. pettercillige, pētersilie, aengl. petersilie, nl. peterselie, pieterselie, schwed. persilja eine Entlehnung aus gleichbed. mlat. petrosilium, petrosillum n. Vorauf geht lat. petroselīnum, petroselīnon, aus griech. petrosélīnon (πετροσέλινον) n. ‘Felsen-, Steineppich’, ein in Makedonien an steilen Felsenhängen wachsendes Doldengewächs, vielleicht ‘Petersilie’; vgl. griech. pétros (πέτρος) ‘Stein, Felsblock’ und sélīnon (σέλινον) ‘Eppich’; s. auch Sellerie.

Thesaurus

Botanik, Gastronomie/Kulinarik
Synonymgruppe
Petergrün · Peterli · Silk  ●  Felsensilge  veraltet · Petersil  bairisch, österr. · Petersilie  Hauptform · Steineppich  veraltet · Peterle  ugs., schwäbisch · Peterling  ugs. · Petroselinum crispum  fachspr., lat.
Oberbegriffe
  • Kräuter · Küchenkräuter

Typische Verbindungen zu ›Petersilie‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Petersilie‹.

bißchen darübergeben darüberstreuen frisch gehackt getrocknet gewiegt gezupft glatt hacken kraus verhageln waschen wiegen zufügen

Verwendungsbeispiele für ›Petersilie‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der erste Schnitt zeigt sofort, daß die Masse zu fest gepreßt ist, von Petersilie keine Spur. [Süddeutsche Zeitung, 31.12.1998]
Wenn er singt, wünscht man sich Petersilie für die Ohren. [Die Welt, 13.09.2005]
Wer möchte, gibt nach dem Abschmecken mit Salz fein gehackte Petersilie hinein. [Der Tagesspiegel, 26.10.2003]
Man schmeckt mit Salz ab und richtet mit Petersilie an. [Bommer, Sigwald u. Lotzin-Bommer, Lisa: Getreidegerichte aus vollem Korn – gesund, kräftig, billig!, Krailing bei München: Müller 1957 [1941], S. 24]
Das sieht zwar aus wie platte Petersilie, schmeckt aber entschieden würziger. [Die Zeit, 16.09.1999, Nr. 38]
Zitationshilfe
„Petersilie“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Petersilie>.

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