Pfaffe, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Pfaffen · Nominativ Plural: Pfaffen
Aussprache
WorttrennungPfaf-fe
Wortbildung mit ›Pfaffe‹ als Erstglied: ↗Pfaffengerede · ↗Pfaffengeschwätz · ↗Pfaffenhütchen · ↗Pfaffentum
 ·  mit ›Pfaffe‹ als Letztglied: ↗Dorfpfaffe
eWDG, 1974

Bedeutung

abwertend Geistlicher
Beispiel:
Die Tante befinde sich mit Haut und Haaren in den Klauen der Pfaffen [L. FrankRäuberbande1,238]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Pfaffe m. ‘Geistlicher’ (seit der Reformation in abschätzigem Sinne), ahd. phaffo (um 1000), mhd. phaffe ‘Weltgeistlicher’, mnd. mnl. pāpe, nl. paap. Auf griech. (kirchensprachlich) papā́s (παπᾶς) ‘niederer Geistlicher’ beruhendes got. papa gelangt (vor der hd. Lautverschiebung) mit der gotisch-arianischen Mission nach Süddeutschland und verbreitet sich von dort aus in die übrigen germ. Sprachen (auch das zunächst aus air. papa stammende anord. papi dürfte vom Mnd. beeinflußt sein).

Thesaurus

Religion
Synonymgruppe
Gottesmann · Mann Gottes · ↗Pastor · ↗Pfarrer · ↗Prediger · ↗Schwarzrock  ●  ↗Priester  Hauptform · Pfaffe  ugs.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Adel Affe Bauer Fürst Gendarm Junker Laie Mönch Nonne Rolandslied beten elf hassen katholisch schimpfen verwandeln überlassen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Pfaffe‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber der Pfaffe, der schwarze Mann, hat mich nie ausstehen können.
Fallada, Hans: Wer einmal aus dem Blechnapf frißt - Bd. 1, Berlin u. a.: Aufbau-Verl. 1990 [1934], S. 378
Unermüdlich sind die Pfaffen am Werk gewesen, den Alten noch vor seinem Tode herumzukriegen.
Tucholsky, Kurt: Auf dem Nachttisch. In: Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1930]
Sie freue sich nur wegen der großmäuligen Pfaffen, die immer dreinreden wollten.
Huch, Ricarda: Der Dreißigjährige Krieg, Wiesbaden: Insel-Verl. 1958 [1914], S. 274
Er will sie ebenso der Nation unterstellt wie den Adel oder die Pfaffen.
konkret, 1990
Doch nur klägliche Frauen und Kinder kamen, geführt von ihrem Pfaffen.
Kolbenheyer, Erwin Guido: Paracelsus, München: J. F. Lehmanns 1964 [1917], S. 206
Zitationshilfe
„Pfaffe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Pfaffe>, abgerufen am 21.11.2019.

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