Pfahl, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Pfahl(e)s · Nominativ Plural: Pfähle
Aussprache
Wortbildung mit ›Pfahl‹ als Erstglied: ↗Pfahlbau · ↗Pfahlbürger · ↗Pfahldorf · ↗Pfahlgründung · ↗Pfahlmuschel · ↗Pfahlrost · ↗Pfahlwerk · ↗Pfahlwurzel
 ·  mit ›Pfahl‹ als Letztglied: ↗Totempfahl
eWDG, 1974

Bedeutung

unten spitz zulaufender Balken oder Stab
Beispiele:
einen Pfahl einschlagen, eintreiben, setzen
ein abgeschrägter Pfahl
das Märkische Museum in Berlin steht auf Pfählen
übertragen
Beispiel:
gehoben der Pfahl im Fleisch (= das peinigende körperliche oder seelische Leiden)
umgangssprachlich, bildlich in seinen vier Pfählenzu Hause
Beispiele:
ich bleibe heute in meinen vier Pfählen
er war stets Herr in seinen vier Pfählen gewesen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Pfahl · Pfahlbürger
Pfahl m. ‘einzurammender, zugespitzter Balken’, ahd. (um 900), mhd. phāl, asächs. mnd. pāl, mnl. pael, nl. paal, aengl. aschwed. pāl(e), engl. pole, schwed. påle, frühe Entlehnung aus gleichbed. lat. pālus (aus *pakslos), zu lat. pangere (pāctum) ‘festschlagen, befestigen, einschlagen’. Pfahlbürger m. ‘außerhalb der Stadtmauern, doch innerhalb der mit Pfählen und Gräben befestigten Außenwerke wohnender Bürger’, mhd. phālburgære, phālburger; übertragen ‘Spießbürger, Provinzler’ (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Pfahl · ↗Pfeiler · ↗Pflock
Unterbegriffe
  • Hemmbalken · Hochpfähle · Rommelspargel
Assoziationen
Synonymgruppe
Mast · Pfahl · ↗Pfeiler · ↗Pfosten · ↗Stab · ↗Stange  ●  Pohl  ugs., norddeutsch
Oberbegriffe
  • nicht lebendes Objekt · unbelebtes Objekt
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Balken Fleisch Heide-Park Heidepark Holzhaus Stacheldraht Steg Untergrund abstützen anbinden angespitzt befestigen begehbar bohren durchbohren eingerammt einrammen gerammt glühend heften hölzern ketten morsch nageln rammen senkrecht spießen stählern umwerfen zugespitzt

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Pfahl‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Alle zwei Stunden dürfen sie den Pfahl für zehn Minuten verlassen;
Der Tagesspiegel, 19.06.2001
Seine Hütten ruhen auf Pfählen; in rostigen Ölbehältern werden Abfälle verbrannt.
Die Welt, 30.07.1999
Da steckst du dann auf deinem Pfahl, wie viele andere schon.
Widmer, Urs: Im Kongo, Zürich: Diogenes 1996, S. 58
Außerdem wollten sie mir einen Pfahl an den Rücken geben.
Rasp, Renate: Ein ungeratener Sohn, Köln: Kiepenheuer & Witsch 1967, S. 142
Etwa zwanzig Meter vor dem Loch war ein Pfahl als Ziel in die Erde gerammt.
Noll, Dieter: Die Abenteuer des Werner Holt, Berlin: Aufbau-Verl. 1984 [1960], S. 434
Zitationshilfe
„Pfahl“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Pfahl>, abgerufen am 23.10.2019.

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