Pfau, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Pfau(e)s/Pfauen · Nominativ Plural: Pfaue(n)
Aussprache
Wortbildung mit ›Pfau‹ als Erstglied: ↗Pfauenauge · ↗Pfauenfeder · ↗Pfauenwedel · ↗Pfauhahn · ↗Pfauhenne
eWDG, 1974

Bedeutung

mit dem Fasan verwandter Hühnervogel, dessen männliches Exemplar ein prächtiges Gefieder hat und das seine stark verlängerten Federn des Unterrückens zum Rad aufstellen kann
Beispiele:
der Pfau schlägt ein Rad, stolziert über den Hof
sie ist eitel wie ein Pfau
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Pfau m. Hühnervogel südasiatischer Herkunft, Männchen mit farbenprächtigem Gefieder und langen, gezierten Schwanzfedern. Der im Westgerm. bezeugte Name ahd. phāo (9. Jh.), mhd. phāwe, phā, frühnhd. pfaw(e), pfow(e), pfauw, nhd. Pfaw, Pfauw (bis ins 17. Jh.), asächs. pāo, mnd. pāwe, pauwe, aengl. pāwa, pēa, engl. (älter) pea (heute in peacock), mnl. paeu, pau, nl. pauw ist entlehnt aus lat. pāvo (Genitiv pāvōnis), das aus einer nicht bekannten, wohl oriental. Sprache stammt.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Adler Affe Ente Fasan Flamingo Gans Gefieder Hase Hirsch Huhn Juno Lamm Nachtigall Papagei Perlhuhn Pfau Pfaueninsel Rabe Schrei Schwan Schwanz Schweif Taube Tiger Ziege eitel prächtig radschlagend spreizen stolzieren

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Pfau‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Eitel war er, nach außen ein prächtiger Pfau, unser Freak.
Süddeutsche Zeitung, 23.08.2003
Übernommen aus römischer Zeit ist insbesondere die Verehrung des Pfaus.
Bauer, Hans: Tisch und Tafel in alten Zeiten, Leipzig: Koehler & Amelang 1967, S. 93
Wo es diese prächtig gefärbten Tiere erblickte, stürzte es sich wutentbrannt auf sie und einmal hätte es um ein Haar einen Pfau erwürgt.
Süddeutsche Zeitung (Morgen), 01.03.1957
Ich will gefallen - immer nur gefallen - Ich bin ein schöner Pfau.
Tucholsky, Kurt: Der Pfau. In: ders., Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1927], S. 8929
Hier ist der Pfau nach alter kirchlicher Überlieferung das Bild der Demut.
Röhrich, Lutz: Pfau. In: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten [Elektronische Ressource], Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1994], S. 7986
Zitationshilfe
„Pfau“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Pfau>, abgerufen am 23.09.2019.

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