Pfeffer, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Pfeffers · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungPfef-fer (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Pfeffer‹ als Erstglied: ↗Pfeffergurke · ↗Pfefferkorn · ↗Pfefferkraut · ↗Pfefferkuchen · ↗Pfefferminz · ↗Pfefferminze · ↗Pfeffermühle · ↗Pfeffernuss · ↗Pfeffersack · ↗Pfeffersauce · ↗Pfeffersoße · ↗Pfefferspray · ↗Pfefferstrauch · ↗pfefferig · ↗pfeffrig
 ·  mit ›Pfeffer‹ als Letztglied: ↗Hasenpfeffer  ·  mit ›Pfeffer‹ als Grundform: ↗pfeffern1
eWDG, 1974

Bedeutung

Frucht des Pfefferstrauches, die gemahlen oder ungemahlen als scharfes Gewürz verwendet wird
Beispiele:
schwarzer, weißer Pfeffer
eine Prise Pfeffer
das Fleisch mit Pfeffer und Salz würzen
der Pfeffer brennt auf der Zunge
gestoßener, ganzer Pfeffer
bildlich
Beispiele:
salopp bleib, wo der Pfeffer wächst! (= komm mir nicht zu nahe!)
salopp ich wünsche ihn dorthin, wo der Pfeffer wächst (= weit weg von hier)
umgangssprachlich da liegt der Hase im Pfeffer (= das ist die Ursache, darin liegt die Schwierigkeit)
Textilindustrie Pfeffer und Salzpunktförmige schwarzgraue Musterung, besonders bei Kammgarn
Beispiele:
ein Kammgarn, Anzug, Rock in Pfeffer und Salz
Er trug ... einen soliden Kammgarnanzug, in Pepita, so nadelfein, daß es schon fast wie Pfeffer und Salz aussah [M. WalserHalbzeit166]
salopp, übertragen
Beispiele:
jmdm. Pfeffer geben (= jmdn. reizen)
er gab seinem Auto Pfeffer (= gab dem Motor viel Gas)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Pfeffer · pfeffern · Pfefferkuchen
Pfeffer m. Gewürzpflanze sowie das aus den Früchten gewonnene scharfe Gewürz, ahd. pheffur, pheffar (8. Jh.), mhd. pheffer, mnd. mnl. pēper, nl. peper, aengl. pipor, piper, engl. pepper ist entlehnt (vor der hd. Lautverschiebung und der Abwanderung der Angeln und Sachsen) aus gleichbed. lat. piper n., griech. péperi (πέπερι) n., vereinzelt píperi (πίπερι); zugrunde liegt letztlich aind. pippalī́ ‘Pfeffer(korn)’. Unter Bezug auf die Herkunft des Gewürzes entsteht die Redensart jmdn. dahin wünschen, wo der Pfeffer wächst, d. h. nach Indien, also ‘sehr weit weg, ans Ende der Welt’ (Anfang 16. Jh.). pfeffern Vb. ‘mit Pfeffer würzen’, mhd. pheffern; vgl. gepfeffert Part.adj. ‘übermäßig hoch’, z. B. vom Preis (17. Jh.), dann auch ‘streng, schwierig, derb’. Pfefferkuchen m. stark gewürztes, süßes, oft mit Honig versetztes Gebäck, ‘Lebkuchen’, frühnhd. pfefferkuoche (15. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Pfeffer [Hinweis: weitere Informationen erhalten Sie durch Ausklappen des Eintrages]
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Essig Gewürz Hase Ingwer Knoblauch Koriander Kümmel Majoran Meersalz Muskat Muskatnuss Mühle Olivenöl Paprika Petersilie Prise Salz Senf Thymian Zimt Zitrone Zitronensaft Zucker Zwiebel abschmecken bestreuen einreiben gemahlen verrühren würzen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Pfeffer‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Idee mit dem Pfeffer ist gar nicht so dumm.
Der Tagesspiegel, 31.08.2003
Auch das Päckchen an Anna mit dem Pfeffer mußte ich öffnen.
Brief von Ernst G. an Irene G. vom 09.12.1940, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Nichts kann schöner schmecken als das Essen von der lieben Frau zubereitet, auch ohne Pfeffer.
Brief von Ernst G. an Irene G. vom 03.11.1940, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Die Welt lässt sich mit Pfeffer heute nicht mehr erobern.
Pariser Tageblatt, 08.02.1935
Salz und Pfeffer dürfen niemals mit dem eigenen Messer berührt werden.
Gleichen-Russwurm, Alexander von: Der gute Ton. In: Zillig, Werner (Hg.), Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1932], S. 21521
Zitationshilfe
„Pfeffer“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Pfeffer>, abgerufen am 22.10.2019.

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