Pfefferkuchen, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Pfefferkuchens · Nominativ Plural: Pfefferkuchen
Aussprache  [ˈpfɛfɐˌkuːχn̩]
Worttrennung Pfef-fer-ku-chen
Wortzerlegung  Pfeffer Kuchen
Wortbildung  mit ›Pfefferkuchen‹ als Erstglied: Pfefferkuchengewürz · Pfefferkuchenhaus · Pfefferkuchenhäuschen · Pfefferkuchenmann · Pfefferküchler
Dieses Stichwort finden Sie im DWDS-Weihnachtsglossar.
ZDL-Verweisartikel

Bedeutung

Pfefferkuchen
Pfefferkuchen
(Numiscontrol, CC BY-SA 3.0)
häufig D-Mittelost
Synonym zu Lebkuchen
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: brauner Pfefferkuchen
als Akkusativobjekt: Pfefferkuchen backen
hat Präpositionalgruppe/-objekt: Pfefferkuchen mit Marzipan, Nüssen, Zuckerglasur
Beispiele:
Pfeffer wurde und wird übrigens für das Gebäck nicht verwendet, der Pfefferkuchen verdankt seinen Namen dem Umstand, dass man im Mittelalter die exotischen Gewürze kurzerhand unter dem Oberbegriff Pfeffer zusammenfasste. [Welt am Sonntag, 02.12.2018]
Lebkuchen oder Honigkuchen entstehen nach dem gleichen Verfahren und mit ähnlichen Zutaten wie Pfefferkuchen, die Begriffe werden nur regional unterschiedlich gebraucht. [Berliner Zeitung, 04.11.2005]
Neben dem festtypischen Gebäck wie Stollen und Pfefferkuchen gibt es Speisen vom Grill, darunter vegetarische, sowie verschiedene (warme) Getränke. [Leipziger Volkszeitung, 28.11.2019]
Seit 460 Jahren werden in [der sächsischen Kleinstadt] Pulsnitz nachweislich Pfefferkuchen hergestellt[.] [Dresdner Neueste Nachrichten, 04.12.2018]
Die Vorbereitungen auf die Weihnachtsmärkte laufen derzeit auf Hochtouren – und neben Tannen im Lichterglanz, den Verkaufsbuden mit Pfefferkuchen, Glühwein, gebrannten Mandeln und Zuckerwatte dürfen dabei die Angebote der Schausteller nicht fehlen. [Döbelner Allgemeine Zeitung, 26.11.2015]

letzte Änderung:

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Pfeffer · pfeffern · Pfefferkuchen
Pfeffer m. Gewürzpflanze sowie das aus den Früchten gewonnene scharfe Gewürz, ahd. pheffur, pheffar (8. Jh.), mhd. pheffer, mnd. mnl. pēper, nl. peper, aengl. pipor, piper, engl. pepper ist entlehnt (vor der hd. Lautverschiebung und der Abwanderung der Angeln und Sachsen) aus gleichbed. lat. piper n., griech. péperi (πέπερι) n., vereinzelt píperi (πίπερι); zugrunde liegt letztlich aind. pippalī́ ‘Pfeffer(korn)’. Unter Bezug auf die Herkunft des Gewürzes entsteht die Redensart jmdn. dahin wünschen, wo der Pfeffer wächst, d. h. nach Indien, also ‘sehr weit weg, ans Ende der Welt’ (Anfang 16. Jh.). pfeffern Vb. ‘mit Pfeffer würzen’, mhd. pheffern; vgl. gepfeffert Part.adj. ‘übermäßig hoch’, z. B. vom Preis (17. Jh.), dann auch ‘streng, schwierig, derb’. Pfefferkuchen m. stark gewürztes, süßes, oft mit Honig versetztes Gebäck, ‘Lebkuchen’, frühnhd. pfefferkuoche (15. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Gewürzkuchen · Honigkuchen · Lebkuchen · Pfefferkuchen · Printe  ●  Lebzelten  österr.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Kirschbombe · Liegnitzer Bombe
  • Neisser Konfekt · Neisser Pfefferkuchen
  • Thorner Honigkuchen · Thorner Lebkuchen
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Pfefferkuchen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Pfefferkuchen‹.

Zitationshilfe
„Pfefferkuchen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Pfefferkuchen>, abgerufen am 29.11.2021.

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