Pfefferkuchen, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungPfef-fer-ku-chen
WortzerlegungPfefferKuchen
Wortbildung mit ›Pfefferkuchen‹ als Erstglied: ↗Pfefferkuchenhaus · ↗Pfefferkuchenhäuschen · ↗Pfefferkuchenmann · ↗Pfefferküchler
eWDG, 1974

Bedeutung

stark gewürztes, süßes, oft unter Zugabe von Honig gebackenes Gebäck, das zur Weihnachtszeit gegessen wird
Beispiele:
glasierte Pfefferkuchen
bunt bemalte Pfefferkuchen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Pfeffer · pfeffern · Pfefferkuchen
Pfeffer m. Gewürzpflanze sowie das aus den Früchten gewonnene scharfe Gewürz, ahd. pheffur, pheffar (8. Jh.), mhd. pheffer, mnd. mnl. pēper, nl. peper, aengl. pipor, piper, engl. pepper ist entlehnt (vor der hd. Lautverschiebung und der Abwanderung der Angeln und Sachsen) aus gleichbed. lat. piper n., griech. péperi (πέπερι) n., vereinzelt píperi (πίπερι); zugrunde liegt letztlich aind. pippalī́ ‘Pfeffer(korn)’. Unter Bezug auf die Herkunft des Gewürzes entsteht die Redensart jmdn. dahin wünschen, wo der Pfeffer wächst, d. h. nach Indien, also ‘sehr weit weg, ans Ende der Welt’ (Anfang 16. Jh.). pfeffern Vb. ‘mit Pfeffer würzen’, mhd. pheffern; vgl. gepfeffert Part.adj. ‘übermäßig hoch’, z. B. vom Preis (17. Jh.), dann auch ‘streng, schwierig, derb’. Pfefferkuchen m. stark gewürztes, süßes, oft mit Honig versetztes Gebäck, ‘Lebkuchen’, frühnhd. pfefferkuoche (15. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Gewürzkuchen · ↗Honigkuchen · ↗Lebkuchen · Pfefferkuchen · ↗Printe  ●  ↗Lebzelten  österr.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Kirschbombe · Liegnitzer Bombe
  • Neisser Konfekt · Neisser Pfefferkuchen
  • Thorner Honigkuchen · Thorner Lebkuchen
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Gin Glühwein Marzipan Nuß Spekulatius backen braun

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Pfefferkuchen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Mal bestehen die Häuser aus Pfefferkuchen, der Hungrige muss nur hineinbeißen, um sich zu laben.
Die Zeit, 17.08.2009, Nr. 33
Und Frau Dittrich empfiehlt die Pfefferkuchen, die sie gebacken hat.
Süddeutsche Zeitung, 20.12.2003
Ich hatte die Absicht, bei Schluß der Schule beim Bäckermeister Kraft die langersehnten Puppen aus Pfefferkuchen zu kaufen.
Corinth, Lovis: Selbstbiographie. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1926], S. 20267
Diese Grießmarzipanmasse zu einer Platte ausrollen und auf den mit Konfitüre bestrichenen Pfefferkuchen legen.
o. A.: Wir kochen gut, Leipzig: Verl. für d. Frau 1968 [1963], S. 232
Kurz entschlossen bietet mir Frau Kloss liebenswürdig Asyl, in der Ofenröhre gewärmte Milch und Pfefferkuchen an.
Heller, Gisela: Märkischer Bilderbogen, Berlin: Berlin Verlag der Nation 1978, S. 151
Zitationshilfe
„Pfefferkuchen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Pfefferkuchen>, abgerufen am 12.12.2019.

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