Pfifferling, der
GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Pfifferlings · Nominativ Plural: Pfifferlinge
Aussprache
WorttrennungPfif-fer-ling (computergeneriert)
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
blassgelber bis dottergelber, essbarer Speisepilz mit anfangs gewölbtem, später welligem Hut, der von Juni bis November im Laubwald und Nadelwald vorkommt
Beispiel:
Pfifferlinge suchen, sammeln, braten, kochen, essen
2.
keinen, nicht einen Pfifferling umgangssprachlich gar nicht, gar nichts
Beispiele:
keinen, nicht einen Pfifferling wert sein
für etw. keinen, nicht einen Pfifferling geben
was du da tust, nützt keinen Pfifferling
das geht dich keinen Pfifferling an
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Pfifferling m. Der Name des beliebten gelben Speisepilzes ist nach seinem etwas scharfen, pfefferähnlichen Geschmack eine Bildung zu dem unter ↗Pfeffer (s. d.) behandelten Substantiv, ahd. phiferia (11. Jh.), danach die Suffixbildung ahd. phifferling, mhd. phefferlinc, phifferlinc, nhd. Pfefferling, Pfifferling, mnd. mnl. peperlinc, nl. peperling. Der Name des oft in großen Mengen auftretenden Pilzes steht bereits im 16. Jh. in bildlichem Sinne für Wertloses, Belangloses, vgl. die Wendungen keinen Pfifferling (‘nichts’) wert sein, keinen Pfifferling für etw. geben.

Thesaurus

Botanik
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Echter Pfifferling · Eierschwamm  ●  Eierschwammerl  österr., bair. · Eierschwämmli  schweiz. · Reherl  österr., bair.
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bandnudeln Birkenpilze Bratkartoffeln Champignons Heidelbeeren Kalbstafelspitz Kartoffelsuppe Kroketten Maronen Morcheln Parmesan Perlpilze Preiselbeeren Rehrücken Rinderfilet Risotto Rührei Salat Schweinefilet Seeteufel Semmelknödel Steak Steinbutt Steinpilze Tagliatelle anbraten gebratenen gewettet sautierten verwettet

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Pfifferling‹.

DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er selbst würde sich zwar auch einen Pfifferling braten; aber er bevorzugt Pilze für Kenner.
Die Zeit, 28.11.2011, Nr. 48
Diesmal waren es Pfifferlinge, die mit dem Sud drüber gegossen wurden.
Süddeutsche Zeitung, 27.09.2004
Gehören das Moos und der elfte Finger wem anders und die Pfifferlinge nur mir?
Grass, Günter: Die Blechtrommel, Darmstadt: Luchterhand 1959, S. 334
Und ohne gute Laune ist das allergemütlichste Heim nicht einen Pfifferling wert!
Weber, Annemarie (Hg.), Die Hygiene der Schulbank, Wiesbaden: Falken-Verl. 1955, S. 258
Heroisch versuchen die Damen aller Altersstufen ihr Bibbern zu verbergen, nur das Brautpaar kümmert sich keinen Pfifferling um eisigen Dezemberwind und gaffende Menge.
Heller, Gisela: Märkischer Bilderbogen, Berlin: Berlin Verlag der Nation 1978, S. 268