Pflock, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Pflock(e)s · Nominativ Plural: Pflöcke
Aussprache
Wortbildung mit ›Pflock‹ als Letztglied: ↗Lippenpflock · ↗Rammpflock  ·  mit ›Pflock‹ als Grundform: ↗pflocken · ↗pflöcken
eWDG, 1974

Bedeutung

dicker, kurzer Pfahl, der meist in die Erde geschlagen wird, um etw. daran zu befestigen
Beispiele:
einen Pflock zuspitzen, einschlagen, in die Erde treiben
ein Seil an einem Pflock festbinden
das Pferd an einen Pflock binden
Zelte an, mit Pflöcken befestigen
umgangssprachlich er steht wie ein Pflock (= unbeholfen) da
Bolzen, Zapfen
Beispiel:
Der Stall ist hinter der Mauer, nur mit einem Pflock verschlossen [RemarqueIm Westen95]
umgangssprachlich, übertragen einen Pflock, einige Pflöcke zurücksteckenNachsicht üben, nachgeben, mit seinen Forderungen zurückgehen
Beispiele:
sie musste ihre Ansprüche um einige Pflöcke zurückstecken
weil wir Arbeiter keinen Pflock zurückstecken [BaierlFlinz4]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Pflock · pflöcken
Pflock m. ‘dicker, kurzer Pfahl, hölzerner Zapfen, Pfropfen, Nagel’, spätmhd. phloc, phlocke, mnd. plugge, nl. plug (engl. plug und vielleicht auch norw. schwed. plugg stammen aus dem Mnd.). Herkunft ungeklärt. Geläufig ist die Redensart einen Pflock zurückstecken ‘behutsamer auftreten, Nachsicht üben’ (17. Jh.; ausgehend vom Keil, vom Stellpflock des Pfluges?). pflöcken Vb. ‘mit, an einem Pflock befestigen’ (16. Jh.), heute vorwiegend pflocken, anpflocken.

Thesaurus

Synonymgruppe
Pfahl · ↗Pfeiler · Pflock
Unterbegriffe
  • Hemmbalken · Hochpfähle · Rommelspargel
Assoziationen
Synonymgruppe
Pflock · ↗Zapfen  ●  Pinn  norddeutsch · ↗(die) Dolle  fachspr., technisch
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Augenblick Boden Erde Herz Seil abstecken befestigen dick eingerammt einrammen einschlagen entscheidend erst golden hölzern markieren programmatisch rammen schlagen stecken treiben zurückstecken

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Pflock‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dennoch hat er mit seiner Rede schon einmal einen Pflock an sensibler Stelle eingeschlagen.
Die Zeit, 25.05.2008, Nr. 22
Bisher habe man auch nur gute Erfahrungen mit den Pflöcken gemacht.
Süddeutsche Zeitung, 14.11.2000
Sie standen wie Pflöcke, die man in die Erde gerammt hat, starr, unerbittlich und unbeweglich.
Konsalik, Heinz G.: Der Arzt von Stalingrad, Hamburg: Dt. Hausbücherei 1960 [1956], S. 252
Die Kilometermarkierung las er an einem Pflock in der Erde ab.
Glavinic, Thomas: Die Arbeit der Nacht, München Wien: Carl Hanser Verlag 2006, S. 306
Und aus den vier Pflöcken waren die Pfosten des neuen Hauses geworden, einen Winter lang, sehr langsam.
Schaper, Edzard: Der Henker, Zürich: Artemis 1978 [1940], S. 191
Zitationshilfe
„Pflock“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Pflock>, abgerufen am 23.10.2019.

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