Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Pfote, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Pfote · Nominativ Plural: Pfoten
Aussprache 
Worttrennung Pfo-te
Wortbildung  mit ›Pfote‹ als Erstglied: Pfötchen  ·  mit ›Pfote‹ als Letztglied: Dreckpfote · Dreckspfote · Hasenpfote · Hinterpfote · Hungerpfote · Katzenpfote · Saupfote · Vorderpfote
eWDG

Bedeutungen

1.
vorderer, die Zehen tragender Teil des Fußes oder der Hand verschiedener Säugetiere
Beispiele:
die linke, rechte Pfote
der Hund gibt Pfötchen, die Pfote
die Katze fällt immer auf die Pfoten
salopp, bildlich vom Menschen   Hand
Beispiele:
er streckte mir die schmutzige Pfote hin
sich die Pfoten waschen
nimm deine Pfoten weg!
übertragen
Beispiele:
du wirst dir dabei die Pfoten verbrennen (= wirst Schaden erleiden)
er hat seine Pfoten überall drin (= ist überall beteiligt)
ich habe ihm eins auf die Pfoten gegeben, habe ihn, ihm auf die Pfoten geklopft (= ihn zurechtgewiesen)
2.
salopp schlechte Handschrift
Beispiele:
schreibst du aber eine Pfote!
diese Pfote kann ich nicht lesen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Pfote f. ‘in Zehen gespaltener Tierfuß’ beruht auf mnd. pōte, das im 16. Jh. (Luther) durch Wandel von p- zu pf- hd. Lautstand angepaßt wird (während inlautendes -t- erhalten bleibt) und danach Verbreitung findet. Auszugehen ist von niederrhein. pōte (14. Jh.), mnl. poot, pōte, nl. poot. Die parallelen Formen afrz. (besonders flandr. pikard.) poe, aprov. pauta (auf denen auch katalan. pota, galiz. pouta beruht) setzen galloroman. *pauta ‘Pfote’ voraus, für das wie für die germ. Formen vorkelt. Ursprung angenommen wird. Vgl. Frings/M. Germania Romana 2 (1968) 371 f. und FEW 8, 77.

Thesaurus

Synonymgruppe
Klaue · Pfote · Pranke · Tatze
Oberbegriffe
Synonymgruppe
Greifhand  ●  Hand  Hauptform · Flosse  ugs., fig. · Kralle  ugs., fig. · Pfote  derb · Pranke  ugs., fig.
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
(schlecht leserliche) Handschrift  ●  Gekrakel  ugs. · Gekritzel  ugs. · Geschmier  ugs. · Geschmiere  ugs. · Geschreibsel  ugs. · Gesudel  ugs. · Hieroglyphen  ugs., fig. · Klaue  ugs. · Krickelkrackel  ugs. · Pfote  ugs. · Sauklaue  derb · Sudelarbeit  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
  • nicht entzifferbar · nicht lesbar · nicht zu entziffern · unlesbar · unleserlich  ●  Hieroglyphen  ugs., fig.

Typische Verbindungen zu ›Pfote‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Pfote‹.

Verwendungsbeispiele für ›Pfote‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Zwickt man ihn in die Pfote, so zieht er kurz, aber kräftig das Bein hoch. [Frisch, Karl von: Du und das Leben, Berlin: Verlag d. Druckhauses Tempelhof 1947 [1947], S. 141]
Eines der Tiere umschlich ihn, es ging auf leisen Pfoten zurück, dann waren beide über ihm. [Tucholsky, Kurt: Schloß Gripsholm. In: ders., Werke und Briefe, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1931], S. 3086]
Er schlägt mit den Pfoten gegen eine Wand, immer wieder. [Die Zeit, 18.03.2002, Nr. 11]
Es ist mir jedenfalls nicht allzugut bekommen, sieh dir meine verbrannte Pfote an. [Die Zeit, 12.08.1960, Nr. 33]
Auch versuchte das Reh andauernd, mit seinen Pfoten sich den Kopf abzustrafen. [Die Zeit, 07.07.1949, Nr. 27]
Zitationshilfe
„Pfote“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Pfote>.

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