Pfote, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Pfote · Nominativ Plural: Pfoten
Aussprache
WorttrennungPfo-te
Wortbildung mit ›Pfote‹ als Erstglied: ↗Pfötchen  ·  mit ›Pfote‹ als Letztglied: ↗Dreckpfote · ↗Hasenpfote · ↗Hinterpfote · ↗Hungerpfote · ↗Katzenpfote · ↗Saupfote · ↗Vorderpfote
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
vorderer, die Zehen tragender Teil des Fußes oder der Hand verschiedener Säugetiere
Beispiele:
die linke, rechte Pfote
der Hund gibt Pfötchen, die Pfote
die Katze fällt immer auf die Pfoten
salopp, bildlich vom Menschen   Hand
Beispiele:
er streckte mir die schmutzige Pfote hin
sich die Pfoten waschen
nimm deine Pfoten weg!
übertragen
Beispiele:
du wirst dir dabei die Pfoten verbrennen (= wirst Schaden erleiden)
er hat seine Pfoten überall drin (= ist überall beteiligt)
ich habe ihm eins auf die Pfoten gegeben, habe ihn, ihm auf die Pfoten geklopft (= ihn zurechtgewiesen)
2.
salopp schlechte Handschrift
Beispiele:
schreibst du aber eine Pfote!
diese Pfote kann ich nicht lesen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Pfote f. ‘in Zehen gespaltener Tierfuß’ beruht auf mnd. pōte, das im 16. Jh. (Luther) durch Wandel von p- zu pf- hd. Lautstand angepaßt wird (während inlautendes -t- erhalten bleibt) und danach Verbreitung findet. Auszugehen ist von niederrhein. pōte (14. Jh.), mnl. poot, pōte, nl. poot. Die parallelen Formen afrz. (besonders flandr. pikard.) poe, aprov. pauta (auf denen auch katalan. pota, galiz. pouta beruht) setzen galloroman. *pauta ‘Pfote’ voraus, für das wie für die germ. Formen vorkelt. Ursprung angenommen wird. Vgl. Frings/M. Germania Romana 2 (1968) 371 f. und FEW 8, 77.

Thesaurus

Synonymgruppe
Klaue · Pfote · ↗Pranke · ↗Tatze
Oberbegriffe
Synonymgruppe
Greifhand · ↗Hand  ●  ↗Flosse  ugs. · ↗Kralle  ugs. · Pfote  derb · ↗Pranke  derb
Oberbegriffe
Assoziationen
  • CTS · Carpaltunnelsyndrom · KTS · Karpaltunnelsyndrom · Medianuskompressionssyndrom  ●  Brachialgia paraesthetica nocturna  fachspr.
  • Schweißhand  ●  Hyperhidrosis palmaris  fachspr.
Synonymgruppe
(schlecht leserliche) Handschrift  ●  ↗Gekrakel  ugs. · ↗Gekritzel  ugs. · ↗Geschmier  ugs. · ↗Geschmiere  ugs. · ↗Geschreibsel  ugs. · ↗Gesudel  ugs. · Hieroglyphen  ugs., fig. · ↗Klaue  ugs. · Pfote  ugs. · ↗Sauklaue  ugs. · ↗Sudelarbeit  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abdruck Fell Hitlergruß Kater Katze Kralle Maul Pfote Schnauz Schnauze Schwanz Schwanzspitze Tierschutzorganisation abbeißen ausstrecken dreckig gierig kratzen lecken leise samten samtig samtweich scharren schmutzig strecken tapsen tapsig verbrannt wetzen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Pfote‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wo immer es zurzeit etwas zu fürchten gibt, hat der Wolf seine Pfoten im Spiel.
Der Tagesspiegel, 08.01.2005
Den darf man bestimmt nicht mal mit dreckigen Pfoten anspringen.
Bild, 01.11.2002
Zwickt man ihn in die Pfote, so zieht er kurz, aber kräftig das Bein hoch.
Frisch, Karl von: Du und das Leben, Berlin: Verlag d. Druckhauses Tempelhof 1947 [1947], S. 141
Eines der Tiere umschlich ihn, es ging auf leisen Pfoten zurück, dann waren beide über ihm.
Tucholsky, Kurt: Schloß Gripsholm. In: ders., Werke und Briefe, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1931], S. 3086
Einer der Hunde legte sich ins Gras und leckte sich die Pfoten.
Funke, Cornelia: Tintenherz, Hamburg: Cecilie Dressler Verlag 2003, S. 232
Zitationshilfe
„Pfote“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Pfote>, abgerufen am 24.10.2019.

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