Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Pfriem, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Pfriem(e)s · Nominativ Plural: Pfrieme
Aussprache 
Wortbildung  formal verwandt mit: Pfriemen
eWDG

Bedeutung

Handwerk Ahle
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Pfriem, auch Pfriemen m., älter (landschaftlich) Pfrieme f. ‘Ahle, Vorstecher’, mhd. phriem(e), mnd. prēme, mnl. priem(e), nl. priem haben neben sich Formen mit n-Suffix wie mnd. prēne, aengl. prēon ‘Ahle’ (vgl. engl. to preen ‘mit dem Schnabel Gefieder putzen’, mundartlich preen ‘Nadel’), anord. prjōnn ‘Stricknadel’ (Entlehnung aus dem Aengl.?). Für schwed. pryl ‘Ahle’ wird Umbildung durch Anlehnung an schwed. syl ‘Ahle, Pfriem’ (zu Säule2, s. unter Saum) angenommen. Herkunft unbekannt; sichere außergerm. Anknüpfungsmöglichkeiten fehlen.

Thesaurus

Technik
Synonymgruppe
Ahle · Ort · Pfriem · Vorstecher
Oberbegriffe

Verwendungsbeispiele für ›Pfriem‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In der Regel finden sich die Darstellungen auf Wurfstäben, Harpunen, dolchartigen Spitzen, auf durchbohrten Kommando‑ oder Lochstäben oder Pfriemen. [Rust, Alfred: Der primitive Mensch. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1961], S. 618]
Holz oder Zähnen sind Beile, Beilfassungen, Keulen, z.T. durchlocht, Meißel, Pfriemen, Schäfte u. a. hergestellt. [o. A.: Lexikon der Kunst – M. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1992], S. 11287]
Zitationshilfe
„Pfriem“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Pfriem>.

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