Pfriem, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Pfriem(e)s · Nominativ Plural: Pfrieme
Aussprache 
Wortbildung  formal verwandt mit: ↗Pfriemen
eWDG, 1974

Bedeutung

Handwerk Ahle
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Pfriem, auch Pfriemen m., älter (landschaftlich) Pfrieme f. ‘Ahle, Vorstecher’, mhd. phriem(e), mnd. prēme, mnl. priem(e), nl. priem haben neben sich Formen mit n-Suffix wie mnd. prēne, aengl. prēon ‘Ahle’ (vgl. engl. to preen ‘mit dem Schnabel Gefieder putzen’, mundartlich preen ‘Nadel’), anord. prjōnn ‘Stricknadel’ (Entlehnung aus dem Aengl.?). Für schwed. pryl ‘Ahle’ wird Umbildung durch Anlehnung an schwed. syl ‘Ahle, Pfriem’ (zu ↗Säule2, s. unter ↗Saum) angenommen. Herkunft unbekannt; sichere außergerm. Anknüpfungsmöglichkeiten fehlen.

Verwendungsbeispiele für ›Pfriem‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er hatte nachts begonnen, mit dem Messer und dem aufklappbaren Pfriem die Stäbe zu lockern.
Hermlin, Stephan: Die Zeit der Gemeinsamkeit, Berlin: Bibliothek Fortschrittlicher Deutscher Schriftsteller 1951, S. 2
In der Regel finden sich die Darstellungen auf Wurfstäben, Harpunen, dolchartigen Spitzen, auf durchbohrten Kommando- oder Lochstäben oder Pfriemen.
Rust, Alfred: Der primitive Mensch. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1961], S. 618
Holz oder Zähnen sind Beile, Beilfassungen, Keulen, z.T. durchlocht, Meißel, Pfriemen, Schäfte u. a. hergestellt.
o. A.: Lexikon der Kunst - M. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1992], S. 11287
Zitationshilfe
„Pfriem“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Pfriem>, abgerufen am 20.09.2020.

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