Pfuhl, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Pfuhl(e)s · Nominativ Plural: Pfuhle
Aussprache
Wortbildung mit ›Pfuhl‹ als Letztglied: ↗Entenpfuhl
eWDG, 1974

Bedeutung

sumpfiger Teich, größere Ansammlung von Schmutzwasser
Beispiele:
ein schwarzer, morastiger Pfuhl
es gab Pfuhle, die von der Regenzeit her mit Wasser gefüllt waren
die Straße war ein einziger Pfuhl aus Schmelzwasser
übertragen
Beispiele:
der Pfuhl des Aberglaubens
der Pfuhl allen Übels
konnte man sie denn so verkommen lassen, im Pfuhle der Großstadt? [FalladaBlechnapf259]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Pfuhl m. ‘Tümpel, Sumpf, Morast’, ahd. phuol (Hs. 12. Jh.), mhd. phuol, mnd. pōl, pūl, mnl. nl. poel, afries. pōl, aengl. pōl, engl. pool. Die Herkunft des nur westgerm. bezeugten Substantivs (schwed. pöl, dän. pøl stammen aus der Umlaut aufweisenden mnd. Pluralform) ist ungeklärt. Außergerm. Vergleichsmöglichkeiten fehlen. Eine Verbindung von westgerm. *pōla- mit anord. pollr ‘runde Bucht, Teich’, aengl. pull, pyll ‘Pfuhl, Bucht’ ist unsicher. Vgl. mhd. der helle phuol ‘Hölle’ und Sündenpfuhl ‘Ort, wo gesündigt wird, Stätte des Lasters’ (17. Jh.); vgl. mhd. sünden phuol.

Thesaurus

Geografie
Synonymgruppe
Pfuhl · ↗Sumpf · ↗Tümpel
Oberbegriffe
Assoziationen
  • Frosch
  • Aalmolch · Fischmolch
Zitationshilfe
„Pfuhl“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Pfuhl>, abgerufen am 26.05.2019.

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