Pfuscherei, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Pfuscherei · Nominativ Plural: Pfuschereien
Aussprache
WorttrennungPfu-sche-rei (computergeneriert)
Wortzerlegungpfuschen-erei
eWDG, 1974

Bedeutung

abwertend
1.
(fortwährendes) Pfuschen
Beispiele:
jmdm. die Lust an der Pfuscherei verleiden
er warf ihm Pfuscherei vor
2.
Werk eines Pfuschers
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

pfuschen · verpfuschen · Pfuscher · Pfuscherei
pfuschen Vb. ‘unfachmännisch, unordentlich, flüchtig arbeiten’, zuvor ‘unberechtigt eine nicht zunftgemäß gelernte Arbeit verrichten’ (16. Jh.), landschaftlich (besonders omd. westd.) auch fuschen. Wahrscheinlich eine Bildung zu ↗futsch (s. d.), landschaftlich auch pfu(t)sch, das lautmalend zur Charakterisierung einer schnellen, hastigen, schwirrenden oder zischenden Bewegung dient. verpfuschen Vb. ‘(durch fehlerhafte Arbeit) verderben’ (18. Jh.). Pfuscher m. ‘wer ein Handwerk unberechtigt betreibt, wer oberflächlich, schlecht arbeitet, Stümper’, bereits gegen Ende des 14. Jhs., also früher als das Verb bezeugt, daher wohl unmittelbar zu pfu(t)sch gebildet. Pfuscherei f. ‘oberflächliche Tätigkeit, schlechte, liederliche Arbeit’ (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Flickarbeit · ↗Flickwerk · ↗Pfuscharbeit · ↗Schund · schlechte Arbeit  ●  ↗Flickenteppich  ugs. · ↗Gestümper  ugs. · ↗Mist  ugs. · ↗Murks  ugs. · Murkserei  ugs. · Pfusch  ugs. · Pfuscherei  ugs. · ↗Schlamperei  ugs. · ↗Schlendrian  ugs. · ↗Schluderei  ugs.
Assoziationen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Indessen verwandelt das Gespenst der Verschuldung selbst die dringlichsten Vorhaben in armselige Pfuscherei.
Süddeutsche Zeitung, 11.05.1994
Das ist also nur halbe Arbeit und in dieser Beziehung bin ich grundsätzlich nicht für Pfuscherei.
Brief von Ernst G. an Irene G. vom 07.11.1943, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Und die Pfuscherei wachse so entsetzlich, daß bald die Sortimenter selbst nicht mehr würden tauschen wollen.
Goldfriedrich, Johann: Geschichte des Deutschen Buchhandels vom Beginn der klassischen Litteraturperiode bis zum Beginn der Fremdherrschaft. In: Lehmstedt, Mark (Hg.) Geschichte des deutschen Buchwesens, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1909], S. 3793
Aber die Kur, die er dem Lande anpreist, erscheint den Italienern als die reinste Pfuscherei.
Die Zeit, 04.05.1979, Nr. 19
Fälschung ist eine Untertreibung, böse Fälschung wäre besser, und eine Pfuscherei ist es obendrein.
Der Spiegel, 09.05.1983
Zitationshilfe
„Pfuscherei“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Pfuscherei>, abgerufen am 07.12.2019.

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