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Philologie, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Philologie · Nominativ Plural: Philologien
Aussprache 
Worttrennung Phi-lo-lo-gie
Wortzerlegung philo- -logie
Wortbildung  mit ›Philologie‹ als Erstglied: philologisch  ·  mit ›Philologie‹ als Letztglied: Altphilologie · Neuphilologie
Herkunft zu philologíagriech (φιλολογία) ‘Liebe zum Sprechen und Disputieren, wissenschaftliches Streben, Beschäftigung mit Sprache und Literatur’ (philo- + -logie)
eWDG

Bedeutung

Wissenschaft, die sich mit Texten historischen, literarischen oder kulturgeschichtlichen Inhalts in einer bestimmten Sprache beschäftigt und sie sprachlich, historisch, kulturgeschichtlich und gesellschaftlich interpretiert
Beispiele:
die germanische, slawische Philologie
die klassische Philologie
Philologie studieren
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Philologie · Philologe · philologisch
Philologie f. Wissenschaft, die das Schrifttum einer Sprache allseitig untersucht und interpretiert (16. Jh.), aus lat. philologia, griech. philología (φιλολογία) ‘Liebe zum Sprechen und Disputieren, wissenschaftliches Streben, Beschäftigung mit Sprache und Literatur’; s. phil- und -logie. – Philologe m. ‘Wissenschaftler auf dem Gebiet der Philologie’, Entlehnung (16. Jh., bis Ende 18. Jh. in lat. Form und Flexion), zunächst im Sinne von ‘wer Liebe zu den Wissenschaften und zur Beschäftigung mit Wissenschaften und schönem Schrifttum hat, Gelehrter’, von lat. philologus ‘Freund der Wissenschaften, Gelehrter, Literat’, griech. philólogos (φιλόλογος) ‘wer das Sprechen liebt, Freund von Reden, insbesondere von gelehrter Unterhaltung’, adjektivisch ‘das Wort, die Sprache liebend’. philologisch Adj. ‘die Philologie betreffend, zu ihr gehörend, auf ihr beruhend, peinlich genau’ (17. Jh.); vgl. mlat. philologicus, griech. philologikós (φιλολογικός).

Thesaurus

Linguistik/Sprache
Synonymgruppe
Philologie · Sprach- und Literaturwissenschaft
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Philologie‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Philologie‹.

Verwendungsbeispiele für ›Philologie‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Aufteilung der europäischen Literatur unter eine Anzahl unverbundener Philologien verhindert das fast vollkommen. [Curtius, Ernst Robert: Europäische Literatur und lateinisches Mittelalter, Tübingen: Francke 1993 [1948], S. 15]
Diese Zeit ist überwunden, wenigstens in der Wissenschaft; die schädlichen Folgen für das Ansehen der Philologie wirken freilich noch mit bedauerlicher Stärke nach. [Wilamowitz-Moellendorff, Ulrich von: Erinnerungen 1848-1914. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1928], S. 3264]
Immerhin steht er doch der alten Art der Philologie noch wesentlich näher als ich. [Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1923. In: ders., Leben sammeln, nicht fragen wozu und warum, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2000 [1923], S. 134]
In den Philologien wird es grenzwertig, viele wussten nicht, dass sie so viel lesen müssen. [Die Zeit, 18.03.2013, Nr. 11]
Seine Ausgabe galt zu Recht als eine der größten Leistungen der deutschen Philologie überhaupt. [Die Zeit, 03.11.2008, Nr. 44]
Zitationshilfe
„Philologie“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Philologie>.

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