Phrenologie

WorttrennungPhre-no-lo-gie (computergeneriert)
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

(als irrig erwiesene) Anschauung, dass die charakterlichen und intellektuellen Dispositionen eines Menschen bereits an der Form seines Schädels zu erkennen seien

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Einstweilen aber ist es dem Lehrer nur darum zu tun, uns in die Grundzüge der Phrenologie einzuweihen.
Kisch, Egon Erwin: Der rasende Reporter, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2001 [1925], S. 103
Die von ihm begründete Phrenologie, die Schädelkunde, machte vor allem als praktizierter Rassismus von sich reden.
Süddeutsche Zeitung, 15.06.1996
Die Phrenologie und die Mikrobiologie sind in diesem Haushalt, der nach westlicher Wissenschaft und Technik lechzt, die neue Religion.
Die Zeit, 24.03.1989, Nr. 13
Mit den gleichen Allgemeinheiten, bei denen die Charaktereigenschaften gröblich verdinglicht wurden, hatte man vor hundert Jahren die Torheit der Phrenologie verteidigt.
Mauthner, Fritz: Wörterbuch der Philosophie. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1910], S. 26820
Und natürlich fehlen Lavaters "Physiognomische Fragmente" ebensowenig wie Galls Phrenologie, mit denen Intelligenz und Charakter aus Körpermerkmalen abzulesen sein sollten.
Die Welt, 26.04.1999
Zitationshilfe
„Phrenologie“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Phrenologie>, abgerufen am 26.03.2019.

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