Pianoforte, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum)
Aussprache
WorttrennungPia-no-for-te (computergeneriert)
HerkunftItalienisch
eWDG, 1974

Bedeutung

veraltet Hammerklavier, Fortepiano
Beispiel:
da sie das Pianoforte vorzüglich spiele und recht ausdrucksvoll singe [E. T. A. Hoffm.Kater Murr5,279]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

piano · pianissimo · Piano1 · Pianissimo · Piano2 · Pianoforte · Fortepiano · Pianist
piano Adv. (in der Musik) ‘leise’, Übernahme (Anfang 17. Jh.) als musikalischer Terminus von gleichbed. ital. piano, eigentlich ‘glatt, eben’, aus lat. plānus ‘eben, flach, platt’ (s. ↗plan); dazu der Superlativ pianissimo Adv. ‘sehr leise’ (17. Jh.), ital. pianissimo, und die Substantivierungen Piano1 n. und Pianissimo n. ‘leises’ bzw. ‘sehr leises Spielen, Singen, (sehr) leise zu spielende Stelle in einem Musikstück, (sehr) geringe Tonstärke’ (beide 18. Jh.). Piano2 n. ‘Hammerklavier’ (Mitte 19. Jh.), nach frz. piano, der verkürzten Form von frz. pianoforte, älter piano et forte, eigentlich ‘leise und laut’, aus ital. clavicembalo col piano e forte ‘Hammerklavier mit leisem und lautem Ton’ (später ital. pianoforte, auch fortepiano), weil die Tasten des Hammerklaviers im Unterschied zu seinen Vorläufern leise (piano) und laut (forte) angeschlagen werden können; danach auch im Dt. Pianoforte n. und Fortepiano n. (beide 18. Jh.). Pianist m. ‘Klavierspieler, -künstler, -virtuos’ (19. Jh.), frz. pianiste, ital. pianista.

Thesaurus

Musik
Synonymgruppe
Fortepiano · ↗Pianino · Pianoforte  ●  ↗Klavier  ugs., Hauptform · ↗Klimperkasten  ugs. · Piano  geh., Jargon
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Cembalo Lied Orchester Sonate

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Pianoforte‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wie könne er sich jemals wieder ungetrübt ans Pianoforte setzen?
Schneider, Robert: Schlafes Bruder, Leipzig: Reclam 1992, S. 157
Sie alle schrieben „für sich selbst“, machten das Pianoforte zum Ort ihrer persönlichen Experimente.
Die Zeit, 19.03.1965, Nr. 12
Doch je mehr Hände an einem Pianoforte in die Tasten greifen, desto schneller kommt man sich gegenseitig ins Gehege.
Der Tagesspiegel, 03.12.2003
Als Lehrer für das Pianoforte war er aber von entschiedener Begabung.
Richter, Alfred: Aus Leipzigs musikalischer Glanzzeit, Erinnerungen eines Musikers. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1913], S. 43871
Als Pianist trug er zur spezifischen Behandlung des modernen Pianofortes bei, als Komponist hat er eine nicht unerhebliche Bedeutung in der Entwicklung der Sonatenform.
o. A.: C. In: Brockhaus-Riemann-Musiklexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1989], S. 22015
Zitationshilfe
„Pianoforte“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Pianoforte>, abgerufen am 18.03.2019.

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