Pickel, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Pickels · Nominativ Plural: Pickel
Aussprache
WorttrennungPi-ckel
eWDG, 1974

Bedeutung

leichte Spitzhacke
Beispiel:
die Bergsteiger schlugen mit dem Pickel Stufen in die Gletscherwand, sind mit Seil und Pickel ausgerüstet
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Pickel1 · Picke · Eispickel
Pickel1 m. ‘Spitzhacke’, älter Bickel, ahd. bickil (Hs. 12. Jh.), mhd. bickel ‘spitzes Werkzeug, Spitzhacke, Meißel’, zu dem unter ↗picken (s. d.) behandelten Verb gebildete Gerätebezeichnung. Daneben auch gleichbed. Picke f. älter Bicke, spätmhd. bicke. Eispickel m. ‘Spitzhacke des Bergsteigers zur Wegbereitung in Eis und Firn’ (2. Hälfte 19. Jh.).

Pickel2 m. ‘kleines Hautgeschwür, Pustel, Eiterbläschen’, landschaftlich verbreitet, durch Campe (1809) in die Literatursprache aufgenommen. Vielleicht Deminutivum zu Pick, mhd. bic, pic ‘Stich, Schnitt’, während Formen wie schles. Pücklich (um 1600), Pucklig ‘Geschwür’, Puckel ‘Warze’ eher als mundartliche Verkleinerungsbildungen zu dem unter ↗Pocke (s. d.) dargestellten Substantiv angesehen werden können; vgl. nl. pukkel ‘Pickel’ zu nl. pok ‘Pocke, Blatter’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Blase · ↗Brandblase · ↗Eiterbläschen · Hautblase · ↗Luftblase · Pickel · ↗Pustel  ●  Pustula  fachspr. · ↗Wimmerl  ugs., bair., österr.
Oberbegriffe
Synonymgruppe
Eispickel · Pickel

Typische Verbindungen
computergeneriert

Auracher Ausschlag Falte Fleck Flecken Gesicht Hacke Hammer Haut Hintern Kinn Liebeskummer Mitesser Nase Petting Pickel Pubertät Pustel Rötung Schaufel Seil Spaten Steigeisen Stirn eitrig häßlich kratzen kriegen sprießen übersäen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Pickel‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er hat auch nur noch in den seltensten Fällen Pickel.
Die Welt, 07.01.2006
Und das ist ziemlich viel Papier für ein paar Pickel.
Die Zeit, 06.04.2005, Nr. 15
Aber der Name war schon lange vor den Pickeln in Gebrauch.
Krämer, Walter / Sauer, Wolfgang, Lexikon der populären Sprachirrtümer, Frankfurt a. M.: Eichborn 2001, S. 141
Der Pickel, der nachts bei einer unglücklichen Bewegung manchmal noch geschmerzt hatte, tat überhaupt nicht mehr weh.
Biller, Maxim: Cilly. In: ders., Wenn ich einmal reich und tot bin, Köln: Kiepenheuer & Witsch 1990, S. 150
Eva saß und kämmte und malte und drückte an einem Pickel herum.
Knef, Hildegard: Der geschenkte Gaul, Berlin: Ullstein 1999 [1970], S. 32
Zitationshilfe
„Pickel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Pickel#1>, abgerufen am 14.12.2019.

Weitere Informationen …

Pickel, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Pickels · Nominativ Plural: Pickel
Aussprache
WorttrennungPi-ckel
Wortbildung mit ›Pickel‹ als Letztglied: ↗Eiterpickel
eWDG, 1974

Bedeutung

kleines, spitzes, oft eitriges Hautgeschwür
Beispiele:
sie hat Pickel auf der Nase, der Stirn
ein Mittel gegen Pickel
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Pickel1 · Picke · Eispickel
Pickel1 m. ‘Spitzhacke’, älter Bickel, ahd. bickil (Hs. 12. Jh.), mhd. bickel ‘spitzes Werkzeug, Spitzhacke, Meißel’, zu dem unter ↗picken (s. d.) behandelten Verb gebildete Gerätebezeichnung. Daneben auch gleichbed. Picke f. älter Bicke, spätmhd. bicke. Eispickel m. ‘Spitzhacke des Bergsteigers zur Wegbereitung in Eis und Firn’ (2. Hälfte 19. Jh.).

Pickel2 m. ‘kleines Hautgeschwür, Pustel, Eiterbläschen’, landschaftlich verbreitet, durch Campe (1809) in die Literatursprache aufgenommen. Vielleicht Deminutivum zu Pick, mhd. bic, pic ‘Stich, Schnitt’, während Formen wie schles. Pücklich (um 1600), Pucklig ‘Geschwür’, Puckel ‘Warze’ eher als mundartliche Verkleinerungsbildungen zu dem unter ↗Pocke (s. d.) dargestellten Substantiv angesehen werden können; vgl. nl. pukkel ‘Pickel’ zu nl. pok ‘Pocke, Blatter’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Blase · ↗Brandblase · ↗Eiterbläschen · Hautblase · ↗Luftblase · Pickel · ↗Pustel  ●  Pustula  fachspr. · ↗Wimmerl  ugs., bair., österr.
Oberbegriffe
Synonymgruppe
Eispickel · Pickel

Typische Verbindungen
computergeneriert

Auracher Ausschlag Falte Fleck Flecken Gesicht Hacke Hammer Haut Hintern Kinn Liebeskummer Mitesser Nase Petting Pickel Pubertät Pustel Rötung Schaufel Seil Spaten Steigeisen Stirn eitrig häßlich kratzen kriegen sprießen übersäen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Pickel‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er hat auch nur noch in den seltensten Fällen Pickel.
Die Welt, 07.01.2006
Und das ist ziemlich viel Papier für ein paar Pickel.
Die Zeit, 06.04.2005, Nr. 15
Aber der Name war schon lange vor den Pickeln in Gebrauch.
Krämer, Walter / Sauer, Wolfgang, Lexikon der populären Sprachirrtümer, Frankfurt a. M.: Eichborn 2001, S. 141
Der Pickel, der nachts bei einer unglücklichen Bewegung manchmal noch geschmerzt hatte, tat überhaupt nicht mehr weh.
Biller, Maxim: Cilly. In: ders., Wenn ich einmal reich und tot bin, Köln: Kiepenheuer & Witsch 1990, S. 150
Eva saß und kämmte und malte und drückte an einem Pickel herum.
Knef, Hildegard: Der geschenkte Gaul, Berlin: Ullstein 1999 [1970], S. 32
Zitationshilfe
„Pickel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Pickel#2>, abgerufen am 14.12.2019.

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