Pistole, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Pistole · Nominativ Plural: Pistolen
Aussprache  [pɪsˈtoːlə]
Worttrennung Pis-to-le
Wortbildung  mit ›Pistole‹ als Erstglied: Pistolenduell · Pistolengriff · Pistolenhalfter · Pistolenkugel · Pistolenlauf · Pistolenschießen · Pistolenschuss · Pistolenschütze · Pistolentasche
 ·  mit ›Pistole‹ als Letztglied: Armeepistole · Dienstpistole · Duellpistole · Heißklebepistole · Heißluftpistole · Kinderpistole · Klebepistole · Knallpistole · Laserpistole · Luftpistole · Lötpistole · Schnellfeuerpistole · Schreckschusspistole · Signalpistole · Spielzeugpistole · Startpistole
Herkunft Tschechisch
eWDG

Bedeutung

halbautomatische, kurze, einhändig gebrauchte Handfeuerwaffe für Nahkampf und Sport
Beispiele:
die Pistole laden, entsichern, auf jmdn. richten
jmdn. mit der Pistole bedrohen
mit der Pistole auf etw., jmdn. zielen, schießen
mit einer Pistole bewaffnet sein
jmdn. mit vorgehaltener Pistole zu etw. zwingen
eine leichte, schwere Pistole
umgangssprachlichdie Antwort kam, er antwortete wie aus der Pistole geschossen (= sehr schnell, ohne lange zu überlegen)
als Sekundant des Hauptmanns von Schmettau eine Forderung auf Pistolen (= eine Forderung zu einem Duell mit Pistolen) zu überbringen [ ZuchardtSpießrutenlauf306]
bildlich
Beispiel:
er setzte ihm (geradezu, förmlich) die Pistole auf die Brust (= zwang ihn zu etw., drängte ihn gewaltsam zu einer Entscheidung)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Pistole f. ‘kurzläufige, einhändige Handfeuerwaffe’. Atschech. pīščala, pīšt’ala, tschech. píščala, píšt’ala ‘Pfeife, Röhre’, Weiterbildung einer l-Partizipialableitung von atschech. pīščati, tschech. pískati, pištěti ‘pfeifen’, wohl einem sk-Intensivum zu tschech. pípati ‘piepen, piepsen’ (vgl. Machek (1968) 450 ff.), wird im Hinblick auf den hellen Knallaut auf die kurze Handschußwaffe übertragen. Aus dem Atschech. werden im Zuge der Hussitenkriege entlehnt (Anfang 15. Jh.) omd. pisschullen, pyscheln, pischaln, pischczaln, pischoln, bizschälen, bitscholn (Plur.). Aus Formen dieser Art stammt mfrz. frz. pistole (Mitte 16. Jh.), das ins Dt. (und Tschech.) rückentlehnt wird (Ende 16. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›Pistole‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Pistole‹.

Verwendungsbeispiele für ›Pistole‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der andere hatte die Finger am Abzug einer kleineren Pistole. [Arjouni, Jakob: Happy birthday, Türke!, Zürich: Diogenes 1987 [1985], S. 106]
Dann bist du erst würdig, die Pistole in die Hand zu nehmen. [Walser, Martin: Halbzeit, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1997 [1960], S. 304]
Der Name Pistolen hat sich also noch nicht durchgesetzt 80. [Delbrück, Hans: Geschichte der Kriegskunst im Rahmen der politischen Geschichte - Vierter Teil: Neuzeit, Berlin: Directmedia Publ. 2002 [1920], S. 3523]
Nur einmal zielte er mit einer Pistole auf einen unbewaffneten Mann. [Die Zeit, 20.04.2000, Nr. 17]
Wenn ich träume, erwidert sie wie aus der Pistole geschossen, da ist alles so wirklich. [Die Zeit, 13.01.2000, Nr. 3]
Zitationshilfe
„Pistole“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Pistole#1>.

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Pistole, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Pistole · Nominativ Plural: Pistolen
Aussprache  [pɪsˈtoːlə]
Worttrennung Pis-to-le
Herkunft Herkunft unsicher
eWDG

Bedeutung

historisch Goldmünze
Beispiel:
Doch nicht die hundert Pistolen, die Ihnen Ihr alter Wachtmeister vor vier oder fünf Wochen brachte [ LessingMinnaI, 4]

Verwendungsbeispiele für ›Pistole‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der andere hatte die Finger am Abzug einer kleineren Pistole. [Arjouni, Jakob: Happy birthday, Türke!, Zürich: Diogenes 1987 [1985], S. 106]
Dann bist du erst würdig, die Pistole in die Hand zu nehmen. [Walser, Martin: Halbzeit, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1997 [1960], S. 304]
Der Name Pistolen hat sich also noch nicht durchgesetzt 80. [Delbrück, Hans: Geschichte der Kriegskunst im Rahmen der politischen Geschichte - Vierter Teil: Neuzeit, Berlin: Directmedia Publ. 2002 [1920], S. 3523]
Nur einmal zielte er mit einer Pistole auf einen unbewaffneten Mann. [Die Zeit, 20.04.2000, Nr. 17]
Wenn ich träume, erwidert sie wie aus der Pistole geschossen, da ist alles so wirklich. [Die Zeit, 13.01.2000, Nr. 3]
Zitationshilfe
„Pistole“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Pistole#2>.

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