Plänkler

WorttrennungPlänk-ler
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

Militär, veraltend jmd., der an einem Geplänkel beteiligt ist, war
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

plänkeln · Plänkler · Geplänkel
plänkeln Vb. ‘wiederholt und vergeblich bzw. auf Kleinigkeiten schießen’ (18. Jh.), auch (von kleineren umherschwärmenden Truppeneinheiten) ‘ein leichtes Vorgefecht mit dem Gegner führen’ (geläufig seit den napoleonischen Kriegen). Vielleicht zurückgehend auf mhd. blenkeln ‘hin und her bewegen, durch Schlagen erklingen lassen’ (nhd. mundartlich blänkeln), das iterativ zu mhd. blenken ‘(sich, etw.) unstet bewegen, glänzend machen’ (durch Wischen?), einer Ableitung von dem unter ↗blank (s. d.) behandelten Adjektiv, gebildet sein könnte. Oder liegt in plänkeln eine davon unabhängige schall- und bewegungsnachahmende Neubildung vor? Vgl. bair.-öst. Plenkel, Plengel ‘Glockenschwengel, Dreschflegel, Stock’, plenkeln, plengeln ‘bewegen wie den Plenkel, mit ihm schlagen’. Plänkler m. ‘an einem Vorgefecht Beteiligter’; Geplänkel n. ‘leichter Schußwechsel, Vorgefecht’, auch ‘leichtes, heiteres Wortgefecht, Neckerei’ (beide 19. Jh.).

Verwendungsbeispiel
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Schütze des Altertums wie des Mittelalters ist seiner Natur nach Plänkler.
Delbrück, Hans: Geschichte der Kriegskunst im Rahmen der politischen Geschichte - Vierter Teil: Neuzeit, Berlin: Directmedia Publ. 2002 [1920], S. 3691
Zitationshilfe
„Plänkler“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Plänkler>, abgerufen am 22.10.2019.

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