Plätzchen, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Plätzchens · Nominativ Plural: Plätzchen
Aussprache  [ˈplɛʦçən]
Worttrennung Plätz-chen
Wortbildung  mit ›Plätzchen‹ als Letztglied: Anisplätzchen · Käseplätzchen · Pfefferminzplätzchen · Schokoladenplätzchen · Weihnachtsplätzchen · Zuckerplätzchen
Dieses Stichwort finden Sie im DWDS-Weihnachtsglossar.
eWDG und ZDL

Bedeutung

Plätzchen für Weihnachten
Plätzchen für Weihnachten
(Tommy Rumrich, CC0)
flaches Stück KleingebäckWDG
siehe auch Keks¹ (1)
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: selbstgebackene Plätzchen
als Akkusativobjekt: Plätzchen bestreichen, backen, essen
in Koordination: Plätzchen und Stollen, Lebkuchen, Glühwein, Punsch, Kaffee
in Präpositionalgruppe/-objekt: ein Teller mit Plätzchen; nach Plätzchen duften
Beispiele:
Plätzchen ausstechen, backen, kaufen, essenWDG
Lebensmittelfarbe nimmt man normalerweise für bunte Verzierungen auf Plätzchen oder für farbige Kuchenglasuren. [Reutlinger General-Anzeiger, 13.10.2020]
Ich backe auch für die Familie und Bekannte, nicht nur Waffeln, auch Kuchen, zur Weihnachtszeit Plätzchen und ich koche, auch Spätzle. [Schweriner Volkszeitung, 14.10.2020]
Der Opa tunkte die Kruste und die Plätzchen immer im Kaffee, als er keine Zähne mehr hatte. [Aachener Zeitung, 12.10.2020]
Zutaten für rund 35 gefüllte Plätzchen: 300 g Mehl, 1 Ei, 90 g Puderzucker, 1 Päckchen Vanillezucker, 200 g weiche Butter, rosa Lebensmittelfarbe (Paste), 150 bis 200 g rotes Gelee (z. B. Himbeere), Mehl zum Ausrollen. [Landshuter Zeitung, 12.02.2019]
Anneliese schnabulierte schnell mal ein Plätzchen, und Peterchen auch. Wirklich, es waren Schokoladenplätzchen! – und was für welche! – hmmm! [Bassewitz, Gerdt von: Peterchens Mondfahrt, München: Dt. Taschenbuch-Verl. 1991 [1900], S. 78]

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Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Platz1 · Platz2 · Plätzchen
Platz1 m. ‘freier Raum, ebene, offene Fläche, für eine Person bzw. Sache bestimmte Stelle’, mhd. pla(t)z ‘freier Raum, Tanz-, Turnierplatz, Schlachtfeld, Tanz, Spiel’, mnd. plātse, plātze, mnl. plaetse, nl. plaats, entlehnt aus afrz. place f. ‘weiter, offener, freier Raum, Kampfplatz, Ort, Stelle’. Dies geht zurück auf lat. platea f. ‘breite Straße (in einer Stadt), Hauptstraße’, spätlat. ‘großer freier Platz im Haus, Hof’, griech. platé͞ia (πλατεῖα) ‘Straße’, das substantivierte Fem. aus platé͞i hodós (πλατεῖα ὁδός) ‘breiter Weg’, von griech. platýs (πλατύς) ‘weit, breit, flach, eben’. Aus dem Lat. entlehnt ist got. plapja (statt *plaþja?), aus dem Afrz. engl. place. Das im Dt. übliche maskuline Genus wohl in Analogie zu Substantiven wie Markt, Ort, Raum. Davon übertragen (nach der breiten, flächenhaften Form) landschaftlich verbreitetes Platz2 m. ‘flach geformter Kuchen, Fladen’, frühnhd. placz, blacz (15. Jh.); vgl. mhd. (md.) placzbecke(r) ‘Fladenbäcker’ (14. Jh.). Literatursprachlich geläufig ist das Deminutivum Plätzchen n. ‘flaches Stück Kleingebäck’ (16. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›Plätzchen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Plätzchen‹.

Zitationshilfe
„Plätzchen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Pl%C3%A4tzchen#1>, abgerufen am 04.08.2021.

Weitere Informationen …

Plätzchen, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Plätzchens · Nominativ Plural: Plätzchen
Aussprache  [ˈplɛʦçən]
Worttrennung Plätz-chen
Wortzerlegung  Platz -chen
ZDL-Verweisartikel

Bedeutung

oft scherzhaft, gelegentlich emotional
entsprechend der Bedeutung von Platz (4, 5)
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: ein lauschiges, schattiges, idyllisches, ruhiges, gemütliches, sonniges, windgeschütztes Plätzchen
hat Präpositionalgruppe/-objekt: ein Plätzchen zum Ausruhen, an der Sonne, im Schatten, Garten, Wald, Grünen, am Wasser
als Akkusativobjekt: ein [gutes] Plätzchen ergattern, reservieren, suchen, finden
in Präpositionalgruppe/-objekt: nach einem [gemütlichen] Plätzchen suchen
Beispiele:
Als Antoine Griezmann das [Tor] gelang, rannte er los, dorthin, wo ihn kein Mitspieler beim Jubel stören konnte. Er fand ein Plätzchen am rechten Pfosten des irischen Tores, ein traditionell unüblicher Platz für einen Stürmerjubel. [Die Zeit, 01.07.2016 (online)]
Dass eine Familie einen Baum spendet, das ist doch eher die Ausnahme. Umso mehr freut sich Weßlings Bürgermeister Michael Sturm über eine mit roter Schleife geschmückte Weide, die am Weßlinger See ein neues Plätzchen gefunden hat. [Münchner Merkur, 16.10.2020]
Voraus ging […] eine Lagebesprechung, ob es einen anderen Liegeplatz für die Wintermonate gibt. Immer wieder kamen in der Vergangenheit Beschwerden einer Gruppe, denen genau dieses Plätzchen wertvoll ist. [Münchner Merkur, 15.10.2020]
allgemeinerAus dem Plätzchen vor dem Schiffbau ist plötzlich ein Platz geworden. [Neue Zürcher Zeitung, 17.11.2017]
Er bevorzugt das warme Plätzchen am Kamin – gerne auch in Anwesenheit eines »Stubentigers« – und macht es sich gerne mit Menschen gemütlich. [Mittelbayerische, 10.08.2016]
Ich bitte Sie, helfen Sie mir; seit Beginn halten die Herren Journalisten sämmtliche Plätze meines Salons besetzt und speisen unaufhörlich; ich möchte einige Freundinnen mit ihren Töchtern bei mir empfangen, aber nicht ein Plätzchen wird frei. [Die Fackel, 2002 [1900]]

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Typische Verbindungen zu ›Plätzchen‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Plätzchen‹.

Zitationshilfe
„Plätzchen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Pl%C3%A4tzchen#2>, abgerufen am 04.08.2021.

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