Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Plünderung, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Plünderung · Nominativ Plural: Plünderungen
Aussprache 
Worttrennung Plün-de-rung
eWDG

Bedeutung

entsprechend der Bedeutung von plündern
Beispiele:
Meutereien und Plünderungen am Ende des Krieges
die Plünderung einer Stadt durch Soldaten
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Plunder · plündern · ausplündern · Plünderer · Plünderung
Plunder m. älter auch n., ‘unbrauchbarer Kram, billige, wertlose, unnütze Dinge’, spätmhd. blunder, plunder ‘Kleider, Wäsche, Bettzeug, Hausgerät’ (14. Jh.), frühnhd. plunder, blunder ‘Kleider, Gepäck, allerlei Gerät, wertlose Sachen’, woraus sich der heutige Sinn des Geringwertigen entwickelt. Zu vergleichen sind mnd. plunder, plonder ‘Raub’, plunderwāre ‘Kleidungsstück, Hausrat’, mnl. plunder, plonder ‘Hausrat’ sowie mnd. plunde, plunne ‘Kram, Hausrat, Gerümpel, Lumpen’, nd. Plunnen, Plünnen (Plur.) ‘Kleider, Gerät, geringwertige Habseligkeiten’, mnl. plundware ‘Hausrat’, nl. (westfries.) plunje ‘Kleidung’. Dazu plündern (früher auch blündern) Vb. ‘ausrauben, rücksichtslos alles wegnehmen’, mhd. plundern ‘Plunder nehmen, Hausgerät aus dem Haus nehmen, retten’ (woraus obd. ‘umziehen’), dann besonders ‘Hausrat als Beute, Raub gewaltsam wegnehmen, sich aneignen’ (14. Jh.), mnd. plunderen, mnl. plunderen, plonderen, nl. plunderen, (westfries.) plunderje, plonderje. Substantiv und Verb entstammen der nd.-nl. Küstensprache und werden früh ins Hd. aufgenommen. Herkunft unbekannt. – ausplündern Vb. (Ende 15. Jh.); Plünderer m. mhd. plunderære; Plünderung f. (Mitte 17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
(das) Stehlen · ...klau · Dieberei(en) · Entwendung · Griff in die Kasse · Klau · Plünderung  ●  Diebstahl  Hauptform · (das) Klauen  ugs. · Klauerei  ugs. · Selbstbedienung  ugs., ironisch
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Plünderung‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Plünderung‹.

Verwendungsbeispiele für ›Plünderung‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das war letzten Endes nichts anderes als eine halblegale Form der Plünderung. [Enzensberger, Hans Magnus: Der kurze Sommer der Anarchie, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1972, S. 156]
Bei den abendlichen Plünderungen war auch manchmal die schon sehr gewichtige jüngste Tochter zugegen. [Blos, Wilhelm: Denkwürdigkeiten eines Sozialdemokraten, Bd. 1. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1914], S. 4891]
Manche fürchten sich vor Plünderungen und es gebe auch welche. [Die Zeit, 05.11.2012, Nr. 45]
Dennoch sei es in der Nacht erneut zu Plünderungen gekommen. [Die Zeit, 17.01.2011, Nr. 03]
Wenn wir die dabeigehabt hätten, wäre es nicht zu den Plünderungen kommen. [Die Zeit, 11.12.2006, Nr. 51]
Zitationshilfe
„Plünderung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Pl%C3%BCnderung>.

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