Plast, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Plastes · Nominativ Plural: Plaste
HerkunftGriechisch
Wortbildung mit ›Plast‹ als Erstglied: ↗Plastchemie · ↗Plastedeckel · ↗Plasteeimer · ↗Plasteerzeugnis · ↗Plastefolie · ↗Plastegehäuse · ↗Plastegeschirr · ↗Plasteindustrie · ↗Plasterohr · ↗Plasterzeugung · ↗Plastespielwaren · ↗Plastfolie · ↗Plastmasse · ↗Plastproduktion · ↗Plasträhmchen · ↗Plastwerkstoff · ↗plastverarbeitend
 ·  mit ›Plast‹ als Letztglied: ↗Aminoplast · ↗Duroplast · ↗Thermoplast
eWDG, 1974

Bedeutung

fachsprachlich zu den Kunststoffen gehörender makromolekularer Werkstoff, der innerhalb eines bestimmten Temperaturbereichs bei der Herstellung Plastizität hat (und diese als Endprodukt beibehält), sich besonders durch geringe Dichte, gute elektrische Isolierfähigkeit auszeichnet, leicht formbar, meist unzerbrechlich, widerstandsfähig gegen Korrosion und vielseitig verwendbar ist
Synonym zu Plastik², Kunststoff
Beispiele:
Rohre, Schalter, Folien, Deckel, Geschirr, Spielzeug, Möbel, ein Beutel, eine Karosserie aus Plast
die Herstellung, Verwendung, der Einsatz von Plasten
ein neuer Plast wurde entwickelt
in der Gluthitze des Ofens verschmelzen Kohle und Kalk zu Karbid, dem Ausgangsmaterial […] für viele Chemiefasern und Plaste [Natur u. Heimat1960]
manche Plaste lassen sich auch nach dem Erhärten wieder plastisch machen [Urania1960]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Plast · Plaste
Plast m. umgangssprachlich auch Plaste f. Bezeichnung für vollsynthetisch oder durch Umwandlung von Naturprodukten hergestellte organisch-chemische Werkstoffe, gelehrte Bildung (20. Jh.) zu griech. plastós (πλάστος) ‘gebildet, geformt’, von griech. plássein (πλάσσειν) ‘(eine weiche Masse) kneten, bilden, formen, gestalten’.

Thesaurus

Chemie
Synonymgruppe
Kunststoff · organisches Polymer  ●  Plast  ugs. · ↗Plaste  ugs., regional, DDR · ↗Plastik  ugs.
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Blech Metall Planwirtschaft Plastik

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Plast‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie müssten zugeschüttet werden, wenn der Plast abgerissen wird, andernfalls könnte der Dom gegenüber leicht Schaden nehmen.
Süddeutsche Zeitung, 02.07.2003
Als Material für die Aufbauten wird Stahlblech oder Plast verwendet.
Süddeutsche Zeitung, 26.06.2004
Die Nadeln aus Metall und Plast können für die meisten Arbeiten verwendet werden.
Frost, Margarete: Aus bunten Fäden, Leipzig: Verl. für die Frau 1986, S. 39
Bei Einhaltung aller erforderlichen Fristen könne mit dem Abriß des Plastes der Republik frühestens im Dezember begonnen werden.
Die Welt, 22.04.2005
Er versteht sich als »Realist«, der vielleicht eher dokumentiert, als seine plast.
o. A.: Lexikon der Kunst - H. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1991], S. 16443
Zitationshilfe
„Plast“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Plast>, abgerufen am 17.11.2019.

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