Plastizität, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Plastizität · wird nur im Singular verwendet
WorttrennungPlas-ti-zi-tät (computergeneriert)
HerkunftGriechisch
Wortbildung mit ›Plastizität‹ als Letztglied: ↗Superplastizität
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
Anschaulichkeit, Bildhaftigkeit
Beispiele:
der Autor schildert in diesem Band Episoden aus seiner eigenen Kindheit mit großer Plastizität
die Plastizität (= plastische, körperhafte Beschaffenheit, Wirkung) des Bildes
diese sich erst allmählich ... ausformende Plastizität seiner Prosa [St. ZweigBalzac187]
2.
Eigenschaft von Stoffen, durch äußere Kräfte bewirkte Formänderungen beizubehalten, ohne zu brechen
Beispiel:
die Plastizität des Tons, der Kunststoffe
übertragen Anpassungsfähigkeit
Beispiel:
Erfolgsaussichten bei der Eingewöhnung von Wild tieren hängen nicht zuletzt ab von dem Maß an Plastizität, das dem Pflegling jeweils gegeben ist [Urania1967]

Thesaurus

Synonymgruppe
Formbarkeit · Plastizität · Verformbarkeit
Physik
Synonymgruppe
Plastizität · plastische Verformung
Psychologie
Synonymgruppe
Anschaulichkeit · ↗Ausdruckskraft · ↗Bildhaftigkeit · ↗Deutlichkeit · ↗Einprägsamkeit · ↗Klarheit · ↗Übersichtlichkeit  ●  Plastizität  geh.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Antrieb Dichte Farbigkeit Fassade Figur Gehirn Klang Klarheit Körperlichkeit Lebendigkeit Nervensystem Präzision Räumlichkeit Schärfe Tiefe Transparenz Variabilität Vielfalt außerordentlich beeindruckend enorm erstaunlich greifbar hervortreten neuronal phänotypisch sinnlich synaptisch verblüffend verleihen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Plastizität‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die dabei entstehenden Bilder haben etwas von der Intensität der Musik, der Bewegung des Tanzes, der Plastizität bildender Kunst und der flüchtigen Tiefe des Theaters.
Süddeutsche Zeitung, 07.05.2004
Plastizität des Geistes nennt der Forscher die Fähigkeit, bis ins hohe Alter hochspezifische kognitive Fertigkeiten zu erlangen.
Die Welt, 23.10.2001
Bei dieser Art des körperhaften Malens (Plastizität) handelt es sich um eine Farbmodellierung.
o. A.: Lexikon der Kunst - R. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1994], S. 31757
Sie stehen an Plastizität den historischen Persönlichkeiten in nichts nach.
Sloterdijk, Peter: Kritik der zynischen Vernunft Bd. 1, Frankfurt: Suhrkamp 1983, S. 285
Der Ausdruck "Plastizität" ist sehr vieldeutig und hat mehrere Seiten.
Gehlen, Arnold: Der Mensch, Berlin: Junker und Dünnhaupt 1940, S. 402
Zitationshilfe
„Plastizität“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Plastizität>, abgerufen am 21.06.2019.

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