Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Plebs, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Plebses · wird nur im Singular verwendet
Herkunft aus plēbslat ‘Gesamtheit der freien Schichten des Volkes, die nicht zum Patriziat gehören’, später ‘die unteren Schichten, die Armen’
eWDG

Bedeutung

umgangssprachlich, veraltend, abwertend ungehobelte Menschen, Menschen mit schlechten Manieren
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Plebs · Plebiszit
Plebs m. (früher und auf die Antike bezogen noch heute f.) abschätzige Bezeichnung für ‘ungebildete, keine Manieren besitzende Menschen’, auch ‘Volksmenge, breite Masse’, Übernahme (18. Jh.) von lat. plēbs (Genitiv plēbis) f. ‘Gesamtheit der freien Schichten des Volkes, die nicht zum Patriziat gehören’, später ‘die unteren Schichten, die Armen’. Das maskuline Genus im Dt. wohl in Anlehnung an Pöbel. Plebiszit n. ‘Volksbeschluß, Volksentscheid durch allgemeine Befragung’ (19. Jh.), aus gleichbed. lat. plēbīscītum (in dieser lat. Form seit 15. Jh. in dt. Texten); vgl. lat. scītum ‘Verordnung, Beschluß’, zu lat. scīscere ‘durch Abstimmung entscheiden, beschließen, verordnen’.

Typische Verbindungen zu ›Plebs‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Plebs‹.

Verwendungsbeispiele für ›Plebs‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Niemand geht herrischer mit Personal um als leider der Plebs. [Süddeutsche Zeitung, 11.10.2003]
Daran beißt man sich immer die Zähne aus, am befreiten Plebs. [Die Welt, 16.08.2002]
Hier läßt sich nicht "E" auf "U" herab, nicht die Elite zur Plebs. [Die Welt, 19.04.1999]
Leider fühlen sie sich nie wirklich sicher vor dem Plebs da draußen, vor der Anderswelt. [Die Zeit, 30.03.2007, Nr. 14]
Die Urlaubsoasen sind unantastbar, da darf der einheimische Plebs nicht hinein. [Die Zeit, 27.01.2005, Nr. 05]
Zitationshilfe
„Plebs“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Plebs#1>.

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Plebs, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Plebs · wird nur im Singular verwendet
Aussprache 
Herkunft aus gleichbedeutend plēbslat
eWDG

Bedeutung

historisch Gesamtheit der freien Schichten des römischen Volkes, die nicht zur herrschenden Klasse der Patrizier gehörten
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Plebs · Plebiszit
Plebs m. (früher und auf die Antike bezogen noch heute f.) abschätzige Bezeichnung für ‘ungebildete, keine Manieren besitzende Menschen’, auch ‘Volksmenge, breite Masse’, Übernahme (18. Jh.) von lat. plēbs (Genitiv plēbis) f. ‘Gesamtheit der freien Schichten des Volkes, die nicht zum Patriziat gehören’, später ‘die unteren Schichten, die Armen’. Das maskuline Genus im Dt. wohl in Anlehnung an Pöbel. Plebiszit n. ‘Volksbeschluß, Volksentscheid durch allgemeine Befragung’ (19. Jh.), aus gleichbed. lat. plēbīscītum (in dieser lat. Form seit 15. Jh. in dt. Texten); vgl. lat. scītum ‘Verordnung, Beschluß’, zu lat. scīscere ‘durch Abstimmung entscheiden, beschließen, verordnen’.

Typische Verbindungen zu ›Plebs‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Plebs‹.

Verwendungsbeispiele für ›Plebs‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Niemand geht herrischer mit Personal um als leider der Plebs. [Süddeutsche Zeitung, 11.10.2003]
Daran beißt man sich immer die Zähne aus, am befreiten Plebs. [Die Welt, 16.08.2002]
Hier läßt sich nicht "E" auf "U" herab, nicht die Elite zur Plebs. [Die Welt, 19.04.1999]
Leider fühlen sie sich nie wirklich sicher vor dem Plebs da draußen, vor der Anderswelt. [Die Zeit, 30.03.2007, Nr. 14]
Die Urlaubsoasen sind unantastbar, da darf der einheimische Plebs nicht hinein. [Die Zeit, 27.01.2005, Nr. 05]
Zitationshilfe
„Plebs“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Plebs#2>.

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