Poet, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Poeten · Nominativ Plural: Poeten
Aussprache 
Worttrennung Po-et
Herkunft Griechisch
Wortbildung  mit ›Poet‹ als Erstglied: ↗poetisieren  ·  mit ›Poet‹ als Letztglied: ↗Hofpoet
eWDG, 1974

Bedeutung

gehoben Dichter, besonders Lyriker
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Poesie · Poet · poetisch · Poetik · Poeterei
Poesie f. ‘Dichtkunst’ (Mitte 16. Jh.), ‘Dichterwerk, Dichtung’ besonders in gebundener Rede im Gegensatz zur Prosa (Anfang 17. Jh.), ‘dichterischer Stimmungsgehalt, Zauber’ (2. Hälfte 18. Jh.), Übernahme von gleichbed. frz. poésie, lat. poēsis, griech. pó͞isis (ποίησις) ‘Dichtung, Dichtkunst’, eigentlich ‘das Machen, Schaffen, Verfertigen’; zu griech. poié͞in (ποιεῖν) ‘machen, schaffen, schöpferisch tätig sein, dichten’. Poet m. ‘Dichter’, vielfach abschätzig ‘Dichterling’ (seit etwa 1600), mhd. pōēte, Entlehnung aus lat. poēta m., griech. poiētḗs (ποιητής) ‘wer etw. macht, schafft, erfindet, Dichter’. poetisch Adj. ‘dichterisch’ (Ende 15. Jh.), aus lat. poēticus, griech. poiētikós (ποιητικός) ‘schöpferisch, zum Machen, zum Dichten geschickt, dichterisch’, später auch beeinflußt von frz. poétique. Poetik f. ‘Lehre, Lehrbuch von der Dichtkunst’ (Mitte 17. Jh.), unter Einfluß von gleichbed. frz. poétique aus lat. poētica, poēticē, griech. poiētikḗ (téchnē) (ποιητικὴ τέχνη) ‘Dichtkunst’. Poeterei f. ‘Werk, Kunst eines Poeten, Lehre von der Dichtkunst, poetische Diktion’, frühnhd. poetry (15. Jh.); entlehnt aus mlat. poëtria ‘Dichtkunst’. Der im 17. Jh. geläufige Ausdruck wird bald danach von Poesie bzw. Poetik abgelöst.

Thesaurus

Synonymgruppe
Gedichteschreiber · ↗Lyriker · ↗Musensohn · Poet · Reimeschmied (leicht iron.) · ↗Spielmann · ↗Versemacher · Versschreiber  ●  ↗Barde  fig. · ↗Dichter  Hauptform · ↗Dichterling  abwertend · ↗Minnesänger  fig. · ↗Verseschmied  ironisch
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Poet‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Poet‹.

Verwendungsbeispiele für ›Poet‹

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Die deutsche Literatur unserer Zeit verdankt diesen Poeten aus einer anderen Welt nicht wenig.
Die Zeit, 02.05.1969, Nr. 18
Daneben wird noch viel lateinisch gedichtet, auch von den bekannten Poeten.
Flemming, W.: Barock. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1957], S. 24638
Ihre Verfasser fühlen sich ein in den greisen, lebensfrohen, von Wein und Liebe schwärmenden Poeten.
Witkowski, Georg: Von Menschen und Büchern, Erinnerungen 1863-1933. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1938], S. 1174
Aus solcher Erfahrung ergibt sich: die Poeten werden in dieser Gesellschaft ebensowenig arbeitslos wie in irgendeiner anderen.
konkret, 1984
Und darum ist der Poet dem Philosophen so überlegen in der Handhabung der Sprache.
Mauthner, Fritz: Wörterbuch der Philosophie. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1910], S. 26591
Zitationshilfe
„Poet“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Poet>, abgerufen am 12.08.2020.

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