Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Pointe, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Pointe · Nominativ Plural: Pointen
Aussprache 
Worttrennung Poin-te
Wortbildung  mit ›Pointe‹ als Letztglied: Schlusspointe
Herkunft aus gleichbedeutend pointefrz, eigentlich ‘Spitze, Stachel, Schärfe’
eWDG

Bedeutung

Höhepunkt, Kern, besonders eines Witzes, einer Erzählung
Beispiele:
der Witz, die Erzählung hat eine unerwartete, verblüffende, überraschende, keine Pointe
er unterbrach ihn und nahm die Pointe vorweg, verdarb die Pointe
sie hat die Pointe gar nicht verstanden
der Geschichte fehlt die Pointe
wo bleibt denn da die Pointe?
Pointen setzen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Pointe · pointieren · pointiert
Pointe f. ‘Hauptsache, überraschender, geistreicher Schlußeffekt’, Entlehnung (18. Jh.) von gleichbed. frz. pointe, eigentlich ‘Spitze, Stachel, Schärfe’ (afrz. pointe ‘Spitze, Stich’, auch ‘Antritt, Angriff’), das auf spätlat. pūncta ‘Stich’ beruht, zu lat. pungere (pūnctum) ‘stechen’ (s. Punkt). Aus afrz. pointe entlehntes mhd. pointe, punt(e) ‘Stechen, Lanzenrennen’ bleibt ohne Nachfolge. pointieren Vb. ‘nachdrücklich betonen, herausheben’ (19. Jh.), mfrz. frz. pointer ‘mit einem Punkt kennzeichnen, markieren, auf ein Ziel richten, zielen’ (zu afrz. frz. point ‘Stich, Punkt, Zeitpunkt, Zustand, Lage’, lat. pūnctum ‘Stich, Punkt, Augenblick’); daher pointiert Part.adj. ‘gezielt, scharf, zugespitzt’ (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Epigramm · Geistesblitz · Scherz · Spruch · Wortwitz · geistreiche Bemerkung · schlagfertige Äußerung  ●  Aperçu  franz. · Bonmot  franz. · Pointe  franz. · Gag  ugs., engl. · Joke  ugs., engl. · Spaß  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Pointe‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Pointe‹.

Verwendungsbeispiele für ›Pointe‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber der Name der Theorie enthält schon die entscheidende Pointe: alles ist irgendwie relativ. [Schwanitz, Dietrich: Bildung, Frankfurt a. M.: Eichborn 1999, S. 358]
Ihr Sinn für die Pointe, für die geschliffene Unterhaltung, ist auch bei der breiten Masse groß. [Graudenz, Karlheinz u. Pappritz, Erica: Etikette neu, Berlin: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1967 [1956], S. 458]
An die Stelle der zugespitzten Pointe trat die erzählende Szene. [o. A.: Lexikon der Kunst - D. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1989], S. 21100]
Leider ist die Geschichte, unnötigerweise, auf eine Pointe hin erzählt. [Die Zeit, 03.02.2000, Nr. 6]
Mit einer gewissen Logik bildet er die politische Pointe zum Ende des Jahres. [Die Zeit, 22.12.1999, Nr. 52]
Zitationshilfe
„Pointe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Pointe>.

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