Polemik, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Polemik · Nominativ Plural: Polemiken
Aussprache
WorttrennungPo-le-mik (computergeneriert)
HerkunftGriechisch
Wortzerlegungpolemisch-ik
Wortbildung mit ›Polemik‹ als Erstglied: ↗Polemiker  ·  mit ›Polemik‹ als Letztglied: ↗Pressepolemik · ↗Zeitungspolemik
eWDG, 1974

Bedeutung

wissenschaftlicher Meinungsstreit, der meist publizistisch ausgetragen wird, literarische Fehde
Beispiele:
eine heftige, scharfe, glänzende, geistvolle Polemik
eine Polemik führen
er stellte die Polemik gegen den Schriftsteller, den Artikel ein, wollte jede Polemik vermeiden, hat eine völlig ungerechtfertigte Polemik eröffnet
sich auf, in keine Polemik einlassen
dem damaligen Herausgeber und Redakteur der Weltbühne ... [fielen] die interessanten Polemiken Carl v. Ossietzkys in der Berliner Presse auf [Weltbühne1958]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Polemik · polemisch · polemisieren
Polemik f. ‘scharfer politischer oder wissenschaftlicher, mündlich oder schriftlich ausgetragener Angriff, Meinungsstreit’, Übernahme (Anfang 18. Jh.) von gleichbed. frz. polémique, Substantivierung des Adjektivs frz. polémique ‘streitbar, aggressiv’ (in Schriftstücken), das auf griech. polemikós (πολεμικός) ‘kriegerisch, feindlich gesinnt’, einer Ableitung von griech. pólemos (πόλεμος) ‘Krieg, Kampf, Schlacht, Kriegsgetümmel’, beruht. polemisch Adj. ‘streitbar, aggressiv, scharf’ in mündlichen oder schriftlichen Äußerungen (Anfang 18. Jh.), frz. polémique (s. oben). polemisieren Vb. ‘streitbar, aggressiv argumentieren, befehden’ (um 1800).

Thesaurus

Synonymgruppe
Polemik · scharfe Kritik · unsachlicher Angriff
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Apologetik Glosse Propaganda Satire Schärfe Unterstellung antichristlich antijüdisch beißend billig bissig deftig fruchtlos gehässig grobschlächtig heftig hitzig konfessionell maßlos parteipolitisch plump pur scharf unsachlich verletzend vordergründig wüst wütend ätzend überzogen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Polemik‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ist das nicht eher ein rhetorisches Spiel, auch eine Form der Polemik?
Süddeutsche Zeitung, 04.10.1999
Für das Gewinnen von Wahlen aber wird Polemik nicht ausreichen.
Der Tagesspiegel, 05.03.1998
Im Zug dieser Polemik gruppierten sich die politischen Mächte neu.
o. A.: Die mittelalterliche Kirche. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1966], S. 20679
Die Polemik gegen den absoluten Denker ist selber ohne Position.
Gadamer, Hans-Georg: Wahrheit und Methode, Tübingen: Mohr 1960, S. 317
Eine Polemik ist an dieser Stelle weder möglich noch nötig.
Meyer, Eduard: Geschichte des Altertums, Bd. III. In: Geschichte des Altertums, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1901], S. 23320
Zitationshilfe
„Polemik“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Polemik>, abgerufen am 24.10.2019.

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