Polemik, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Polemik · Nominativ Plural: Polemiken
Aussprache  [poˈleːmik]
Worttrennung Po-le-mik
Wortbildung  mit ›Polemik‹ als Erstglied: Polemiker · polemisieren  ·  mit ›Polemik‹ als Letztglied: Pressepolemik · Zeitungspolemik
Herkunft aus gleichbedeutend polémiquefrz < polémiquefrz ‘streitbar, aggressiv (in Schriftstücken)’ (polemisch)
eWDG

Bedeutung

wissenschaftlicher Meinungsstreit, der meist publizistisch ausgetragen wird, literarische Fehde
Beispiele:
eine heftige, scharfe, glänzende, geistvolle Polemik
eine Polemik führen
er stellte die Polemik gegen den Schriftsteller, den Artikel ein, wollte jede Polemik vermeiden, hat eine völlig ungerechtfertigte Polemik eröffnet
sich auf, in keine Polemik einlassen
dem damaligen Herausgeber und Redakteur der Weltbühne … [fielen] die interessanten Polemiken Carl v. Ossietzkys in der Berliner Presse auf [ Weltbühne1958]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Polemik · polemisch · polemisieren
Polemik f. ‘scharfer politischer oder wissenschaftlicher, mündlich oder schriftlich ausgetragener Angriff, Meinungsstreit’, Übernahme (Anfang 18. Jh.) von gleichbed. frz. polémique, Substantivierung des Adjektivs frz. polémique ‘streitbar, aggressiv’ (in Schriftstücken), das auf griech. polemikós (πολεμικός) ‘kriegerisch, feindlich gesinnt’, einer Ableitung von griech. pólemos (πόλεμος) ‘Krieg, Kampf, Schlacht, Kriegsgetümmel’, beruht. polemisch Adj. ‘streitbar, aggressiv, scharf’ in mündlichen oder schriftlichen Äußerungen (Anfang 18. Jh.), frz. polémique (s. oben). polemisieren Vb. ‘streitbar, aggressiv argumentieren, befehden’ (um 1800).

Thesaurus

Synonymgruppe
Polemik · scharfe Kritik · unsachlicher Angriff

Typische Verbindungen zu ›Polemik‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Polemik‹.

Verwendungsbeispiele für ›Polemik‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Polemik gegen den absoluten Denker ist selber ohne Position. [Gadamer, Hans-Georg: Wahrheit und Methode, Tübingen: Mohr 1960, S. 317]
Der Polemik zwischen den beiden Lagern wird es kein Ende. [Hirschberger, Johannes: Geschichte der Philosophie, Bd. 1: Altertum und Mittelalter. In: Mathias Bertram (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1948], S. 2945]
Dagegen die »Literatur« ist nur die ateliergeheimnistuerische Polemik über unser Denken. [Rubiner, Ludwig: Homer und Monte Christo. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1914], S. 16782]
Die amerikanischen Medien verrannten sich in eine trommelnde Polemik gegen Bonn. [Die Zeit, 27.04.2000, Nr. 18]
Das ist eine Polemik gegen eine bestimmte Form emotionaler Politik. [konkret, 1989]
Zitationshilfe
„Polemik“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Polemik>.

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