Pomp, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Pomp(e)s · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
HerkunftGriechisch
Wortbildung mit ›Pomp‹ als Erstglied: ↗pomphaft
eWDG, 1974

Bedeutung

abwertend Prachtentfaltung, Prunk
Beispiele:
feierlicher, übertriebener Pomp
Pomp entfalten
etw. mit Pomp feiern
diesmal wünschte sie doch, in Preußen mit dem ganzen Pomp einer vornehmen sächsischen Standesperson aufzutreten [ZuchardtSpießrutenlauf239]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Pomp · pompös
Pomp m. ‘feierliches Gepränge, Pracht, Prunk’, mhd. pompe f. m., mnd. pomp(e) sind entlehnt aus lat. pompa f. ‘feierlicher Aufzug, Pracht, Prunk’, griech. pompḗ (πομπή) f. ‘Sendung, Geleit, Festzug’, zu griech. pémpein (πέμπειν) ‘schicken, senden, (feierlich) geleiten, begleiten’, bzw. aus (seinerseits dem Lat. folgendem) afrz. frz. pompe f. ‘Prunk, Gepränge’. Im Dt. begegnen fem. Formen bis ins 18. Jh., danach gilt allein mask. Genus, das bereits im 15. Jh. einsetzt. pompös Adj. ‘prächtig, prunkvoll, aufwendig’ (um 1700), aus gleichbed. frz. pompeux; zuvor pompos (Mitte 17. Jh.), pomposisch (16. Jh.), aus spätlat. pompōsus ‘prächtig’, das auch dem frz. Adj. zugrunde liegt.

Thesaurus

Synonymgruppe
Aufwand · ↗Luxus · Pomp · ↗Pracht · ↗Wohlstand
Assoziationen
  • noble Gegend · schicke Gegend · teure Gegend  ●  teures Pflaster  ugs.
  • Grand Hotel · ↗Grandhotel  ●  ↗Luxushotel  ugs.
Synonymgruppe
Gepränge · ↗Glanz · ↗Herrlichkeit · Pomp · ↗Pracht · ↗Prachtentfaltung · ↗Protz · ↗Prunk
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bombast Gepränge Getöse Glamour Gloria Kitsch Neujahrsempfang Pathos Plüsch Pracht Prominenz Protz Prunk Pump Schwulst Staatsakt Staatsbegräbnis Trara Zeremoniell barock beisetzen einweihen höfisch imperial monarchisch opernhaft orchestral protokollarisch wilhelminisch zelebrieren

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Pomp‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dann müsste ich das Programm wohl in "Pomp Beef" umbenennen.
Bild, 03.04.2003
Sie verlief unter Vermeidung allen überflüssigen Pompes in würdigster Weise.
Berliner Illustrirte Zeitung, 01.01.1901
Damals hielt man es für geboten, bei den winterlichen Einladungen großen Pomp zu entfalten.
Schwarz, Peter-Paul (Hg.), Gepflegte Gastlichkeit, Wiesbaden: Falken-Verl. Sicker 1967, S. 11
Das sogenannte dynastische Interesse liegt eher in militärischem Pomp und dem Prestige der kriegerischen Gewaltfülle.
Suttner, Bertha von: Autobiographie. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1909], S. 8916
Sein Haus hieß "Zum kühlen Brunnen" und war mit großem Pomp und Prunk aufgemacht.
Weismantel, Leo: Die höllische Trinität, Berlin: Union-Verl.1966 [1943], S. 947
Zitationshilfe
„Pomp“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Pomp>, abgerufen am 06.12.2019.

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