Pomp, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Pomp(e)s · wird nur im Singular verwendet
Aussprache 
Wortbildung  mit ›Pomp‹ als Erstglied: ↗pomphaft  ·  mit ›Pomp‹ als Grundform: ↗pompös
Herkunft zu pompḗgriech (πομπή) ‘Sendung, Geleit, Festzug’ < pémpeingriech (πέμπειν) ‘schicken, senden, (feierlich) geleiten, begleiten’
eWDG

Bedeutung

abwertend Prachtentfaltung, Prunk
Beispiele:
feierlicher, übertriebener Pomp
Pomp entfalten
etw. mit Pomp feiern
diesmal wünschte sie doch, in Preußen mit dem ganzen Pomp einer vornehmen sächsischen Standesperson aufzutreten [ ZuchardtSpießrutenlauf239]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Pomp · pompös
Pomp m. ‘feierliches Gepränge, Pracht, Prunk’, mhd. pompe f. m., mnd. pomp(e) sind entlehnt aus lat. pompa f. ‘feierlicher Aufzug, Pracht, Prunk’, griech. pompḗ (πομπή) f. ‘Sendung, Geleit, Festzug’, zu griech. pémpein (πέμπειν) ‘schicken, senden, (feierlich) geleiten, begleiten’, bzw. aus (seinerseits dem Lat. folgendem) afrz. frz. pompe f. ‘Prunk, Gepränge’. Im Dt. begegnen fem. Formen bis ins 18. Jh., danach gilt allein mask. Genus, das bereits im 15. Jh. einsetzt. pompös Adj. ‘prächtig, prunkvoll, aufwendig’ (um 1700), aus gleichbed. frz. pompeux; zuvor pompos (Mitte 17. Jh.), pomposisch (16. Jh.), aus spätlat. pompōsus ‘prächtig’, das auch dem frz. Adj. zugrunde liegt.

Thesaurus

Synonymgruppe
Aufwand · ↗Luxus · Pomp · ↗Pracht · ↗Wohlstand
Assoziationen
Synonymgruppe
Gepränge · ↗Glanz · ↗Herrlichkeit · Pomp · ↗Pracht · ↗Prachtentfaltung · ↗Protz · ↗Prunk · Prunk und Pomp · Prunk und Pracht · Prunk und Protz
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Pomp‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Pomp‹.

Verwendungsbeispiele für ›Pomp‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dann müsste ich das Programm wohl in "Pomp Beef" umbenennen.
Bild, 03.04.2003
Sie verlief unter Vermeidung allen überflüssigen Pompes in würdigster Weise.
Berliner Illustrirte Zeitung, 01.01.1901
Damals hielt man es für geboten, bei den winterlichen Einladungen großen Pomp zu entfalten.
Schwarz, Peter-Paul (Hg.), Gepflegte Gastlichkeit, Wiesbaden: Falken-Verl. Sicker 1967, S. 11
Das sogenannte dynastische Interesse liegt eher in militärischem Pomp und dem Prestige der kriegerischen Gewaltfülle.
Suttner, Bertha von: Autobiographie. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1909], S. 8916
Sein Haus hieß "Zum kühlen Brunnen" und war mit großem Pomp und Prunk aufgemacht.
Weismantel, Leo: Die höllische Trinität, Berlin: Union-Verl.1966 [1943], S. 947
Zitationshilfe
„Pomp“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Pomp>, abgerufen am 27.01.2021.

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