Popeline, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Popeline · Nominativ Plural: Popelinen · Verwendung im Plural ungebräuchlich
Aussprache [popəˈliːnə] · [poˈpliːn]
Worttrennung Po-pe-li-ne
Wortbildung  mit ›Popeline‹ als Erstglied: Popelineanzug
Herkunft aus gleichbedeutend popelinefrz
eWDG

Bedeutung

feingeripptes, festes Gewebe aus Wolle, Baumwolle, Seide oder Chemiefasern für Oberbekleidung
Beispiel:
ein Anzug, Mantel, Hemd aus Popeline
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Popeline · Popelin
Popeline f. Popelin m. festes Gewebe aus feinen Garnen, Übernahme (Ende 18. Jh.) von gleichbed. frz. popeline f., wohl einer Entlehnung von engl. poplin. Dies stammt seinerseits aus frz. papeline, das wiederum auf den Namen der flämischen Stadt Poperinge zurückgeht, eines bedeutenden Tuchherstellungszentrums, dessen Stoffe unter den Namen apikard. dras de Poperinghes roies (13. Jh.), ital. panni di Poperinghe (14. Jh.) gehandelt wurden. Die Umgestaltung zu frz. papeline beruht vielleicht auf Dissimilation oder auf Einwirkung von mlat. papalis ‘päpstlich’ (ohne erkennbaren Grund). Jedenfalls zeigt engl. poplin Einfluß von engl. pope ‘Papst’, weil man frz. papeline für eine Ableitung von frz. pape ‘Papst’ hielt.
Zitationshilfe
„Popeline“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Popeline>, abgerufen am 25.01.2022.

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