Popo, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Popos · Nominativ Plural: Popos
Aussprache
WorttrennungPo-po
WortzerlegungPoPo
Wortbildung mit ›Popo‹ als Erstglied: ↗Poposcheitel  ·  mit ›Popo‹ als Grundform: ↗Po
eWDG, 1974

Bedeutung

umgangssprachlich Gesäß
Beispiele:
ich werde dir gleich den Popo verhauen!
daß sie [die Paviane] einen bloßen roten Popo haben [SchomburgkPulsschlag87]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Podex · Popo · Po
Podex m. ‘Gesäß, Hintern’, Entlehnung (um 1600) von gleichbed. lat. pōdex, eigentlich ‘Furzer’, Substantivbildung zu lat. pēdere ‘furzen’. Zunächst wohl, vermittelt durch Lateinschulen, als euphemistischer Ausdruck in dt. Texten. Daraus verkürzt mit nachfolgender Verdoppelung Popo m. kindersprachlich (2. Hälfte 18. Jh.). Erneute euphemistische Kürzung ergibt Po (20. Jh.).

Thesaurus

Anatomie
Synonymgruppe
Gesäß · ↗Hinterteil · ↗Steiß  ●  ↗Kehrseite  scherzhaft · verlängerter Rücken  euphemistisch · (das) hintere Ende (von jemandem)  geh. · Allerwertester  ugs. · ↗Arsch  derb · Clunium  fachspr., lat. · Fott  ugs., rheinisch · Fudi  ugs., schweiz. · Futt  ugs., rheinisch · Füdli  ugs., schweiz. · Glutealregion  fachspr., lat. · Hinterbacken  ugs. · ↗Hintern  ugs. · ↗Kiste  ugs. · Nates  fachspr., anatomisch, lat. · Po  ugs. · Pobacken  ugs. · ↗Podex  ugs. · Popo  ugs. · Pöter  ugs. · Regio glutea  fachspr., lat. · Regio glutealis  fachspr., lat. · ↗Schinken  ugs. · ↗Sitzfleisch  ugs. · vier Buchstaben  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
  • attraktives Hinterteil · schöner Hintern  ●  ↗Knackarsch  ugs.
  • (einen) dicken Hintern (haben)  ●  (einen) Hintern wie ein Brauereipferd (haben)  ugs., variabel
  • Bein · ↗Lauf (Wildtiere)  ●  Kackstelze(n)  derb · Pinn(e)  ugs., norddeutsch · hintere Extremität  fachspr. · untere Extremität  fachspr.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Brust Busen Klaps Pipi Prinz blank dick hübsch klopfen knackig nackt reich rot rund schieben schön süß wackeln wund

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Popo‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sein Vater tätschelt ihm den Popo und schickt es weg.
Die Zeit, 14.10.1988, Nr. 42
Eines habe ich gesehen, das war kaputt und konnte seinen Popo nicht mehr abstellen.
Süddeutsche Zeitung, 12.07.2000
Meist nimmt er zu viel Schwung und landet auf dem Popo.
Schmidt-Rogge, Carl H.: Dein Kind – Dein Partner, München: List 1973 [1969], S. 119
Er zieht schlanke Frauen mit zarten Gelenken, dünnem Halse und einem kleinen Popo vor.
Gütersloh, Albert Paris: Sonne und Mond, München: Piper 1984 [1962], S. 453
Und ein Gesicht, das bleibt, ist kein Gesicht, sondern nur die Kehrseite des Popos.
Spoerl, Alexander: Mit der Kamera auf du, München: Piper 1957, S. 168
Zitationshilfe
„Popo“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Popo>, abgerufen am 22.04.2019.

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