Pore, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Pore · Nominativ Plural: Poren
Aussprache 
Worttrennung Po-re (computergeneriert)
Wortbildung  mit ›Pore‹ als Erstglied: Porenbeton · porig
eWDG

Bedeutung

winzige Öffnung, sehr feiner Kanal oder Hohlraum an der Oberfläche oder im Inneren fester Körper
Beispiele:
die Poren des Bimssteins, Schwammes, eines Gussteils
enge, feine Poren
Man röstet älteres … Fleisch erst ringsherum stark an, damit sich die Poren schließen und sich die Säfte innen konzentrieren [ Kultur im Heim1967]
Mündung der Schweißdrüsen in der Haut
Beispiele:
Staub verstopft die Poren
der Schweiß brach ihm aus allen Poren (= er schwitzte sehr)
mit seinem treuen verwitterten Gesicht, dessen Sommersprossen und grobe Poren beinah an Blatternarben erinnerten [ Werfelin: Österr. Erzähler1, 546]
ein pelzgefüttertes Jackett, das ihm den Schweiß aus allen Poren trieb [ HartungWunderkinder21]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Pore · porös
Pore f. ‘feine Hautöffnung’. Spätlat. porus m., aus griech. póros (πόρος) ‘Weg, Durchgang, Öffnung’, gilt bei den antiken Ärzten auch für ‘Kanal, Gang, Röhre im menschlichen Körper, kleine Hautöffnung’. In diesem Sinne wird besonders der Plural porī Bestandteil der lat. medizinischen Wissenschaftssprache (vielfach mit Schweißlöcher übersetzt). Die Eindeutschung Poren (danach auch der fem. Sing. Pore) erfolgt in der 2. Hälfte des 18. Jhs., gleichzeitig setzt übertragener Gebrauch ‘sehr kleines Loch, Öffnung’ ein. porös Adj. ‘mit feinen Löchern versehen, durchlässig’, Entlehnung (Anfang 18. Jh.) aus gleichbed. frz. poreux. Auf nlat. porosus beruhen die voraufgehenden Formen porosisch (16. Jh.) und poros (17. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›Pore‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Pore‹.

Verwendungsbeispiele für ›Pore‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Anna ist bis in alle Poren vollgesogen mit diesen Lügen. [Feuchtwanger, Lion: Die Geschwister Oppermann, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2001 [1933], S. 321]
Wenn das Signal erloschen ist, schließen sich die Poren wieder. [Die Zeit, 29.04.2002, Nr. 17]
Noch einmal, von einer Art Entsetzen befeuert, kochte mir der Schweiß aus den Poren der Haut. [Die Zeit, 03.01.1949, Nr. 01]
Durch die Poren, die sich von allein wieder schließen, schleusten sie die Gene ein. [Süddeutsche Zeitung, 19.12.2000]
Derart modifiziert, ändert sich das Volumen der Poren sprunghaft mit der Temperatur. [Süddeutsche Zeitung, 28.05.1997]
Zitationshilfe
„Pore“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Pore>.

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