Porno, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Pornos · Nominativ Plural: Pornos
Aussprache  [ˈpɔʁno]
Worttrennung Por-no
Grundformen Pornofilm, Pornovideo
Wortbildung  mit ›Porno‹ als Erstglied: Porno-Shop · Pornoangebot · Pornodarsteller · Pornodarstellerin · Pornofilm · Pornofilmchen · Pornografie · Pornographie · Pornoheft · Pornohändler · Pornokino · Pornoladen · Pornomagazin · Pornoseite · Pornoshop · Pornostreifen · Pornovideo · Pornowelle
 ·  mit ›Porno‹ als Letztglied: Kinderporno · Softporno
Wahrig und DWDS

Bedeutung

umgangssprachlich Film, Video oder Druckwerk mit Szenen sehr direkter, häufig obszöner Darstellung oder Beschreibung der Geschlechtsteile und sexueller Handlungen
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: ein harter, billiger, schlechter Porno
als Akkusativobjekt: einen Porno drehen, anschauen, zeigen
in Präpositionalgruppe/-objekt: in einem Porno mitspielen, mitwirken
Beispiele:
In Pakistan sollen hunderte Kinder für Pornos sexuell missbraucht worden sein. [Der Standard, 10.08.2015]
Timo, der übergewichtige Teenager‑Sohn, stillt seinen Frust mit Kartoffelchips, Gewaltvideos und Pornos und hat resigniert[…]. [Süddeutsche Zeitung, 10.11.2016]
In einem Schreiben beschuldigt ihn die Kanzlei […], bei einer Tauschbörse im Netz illegal einen Porno heruntergeladen zu haben. [Die Zeit, 22.08.2011 (online)]
Der Film, den die einstige Peepshow‑Stripperin und Rap‑Sängerin […] nach […] [dem] gleichnamigen Roman […] mit zwei Porno‑Hauptdarstellerinnen drehte, mag voller […] »extrem gewalttätiger und nichtsimulierter sexueller Szenen« sein, wie der Staatsrat in seiner Verbotsbegründung formulierte – ein Porno allerdings, […] gemacht ausschließlich zur sexuellen Erregung des Publikums, ist er wohl kaum. [Der Tagesspiegel, 07.07.2000]
Spätestens seit dem phänomenalen Erfolg ihres Romans Lust, der auf dem Mißverständnis beruhte, für einen Porno aus weiblicher Perspektive gehalten zu werden, ist die Auseinandersetzung um die Jelinek auf ihre Person, nicht auf ihre Literatur zugeschnitten. [Süddeutsche Zeitung, 23.01.1998]
Schließlich habe ich mich beschwatzen lassen, auch harte Pornos zu drehen. [Der Spiegel, 11.02.1991]

letzte Änderung:

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Pornographie f. ‘aufreizende Darstellung sexueller Vorgänge in Wort und Bild (ohne Berücksichtigung psychischer, partnerschaftlicher Beziehungen)’, Übernahme (Ende 19. Jh.) von frz. pornographie, einer Ableitung von frz. pornographe, das 1769 von Rétif de la Bretonne im Sinne von ‘über die Prostitution Schreibender’ als Buchtitel verwendet wird, entlehnt aus griech. pornográphos (πορνογράφος) ‘von Huren schreibend’; vgl. griech. pórnē (πόρνη) ‘Hure, Dirne’ und s. -graph, -graphie. Frz. pornographie ‘Abhandlung über die Prostitution’ nimmt im 19. Jh. die Bedeutung ‘Darstellung von Obszönitäten’ an, gelangt ins Dt. und in andere Sprachen und ist heute allgemein in obigem Sinne gebräuchlich. Eine Kurzform Porno- bildet Zusammensetzungen wie Pornofilm, -foto, -literatur u. dgl., aus denen bei erneuter Kürzung umgangssprachliches Porno ‘Pornographisches’ (mit unbestimmtem oder nach dem Grundwort wechselndem Genus) entsteht.

Typische Verbindungen zu ›Porno‹ (computergeneriert)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Porno‹.

Zitationshilfe
„Porno“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Porno>, abgerufen am 24.01.2022.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Porling
porig
Porfido
porentief
Porenbeton
Porno-Shop
Pornoangebot
Pornodarsteller
Pornodarstellerin
Pornofilm