Portier, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Portiers · Nominativ Plural: Portiers
Nebenform österreichisch Portier · Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Portiers · Nominativ Plural: Portiere
Aussprache  [pɔʁˈti̯eː]
Worttrennung Por-ti-er
Wortbildung  mit ›Portier‹ als Erstglied: ↗Portierfrau · ↗Portierloge · ↗Portiersfrau · ↗Portiersloge
 ·  mit ›Portier‹ als Letztglied: ↗Hotelportier · ↗Nachtportier
Herkunft aus portierfrz ‘Pförtner, Türhüter eines Schlosses, Privathauses’ < portāriusspaetlat ‘Türhüter, Torwächter’ < portalat ‘Tor, Eingang’
eWDG

Bedeutung

Pförtner
Beispiele:
der Portier eines Hotels
Hatte er Glück, so war es dem Portier vom Coburger Hof gelungen, ihm ein Bett im Nachtschnellzug ... zu beschaffen [ A. ZweigEinsetzung236]
veraltend Hausmeister
Beispiel:
seine Mutter [war] Portier eines großen Berliner Mietshauses [ JohoWendemarke300]
übertragen
Beispiel:
der stille Portier (= Orientierungstafel mit den Namen aller Hausbewohner, die im Hausflur hängt)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Portier m. ‘Pförtner’, besonders ‘Empfangschef eines Hotels’, älter landschaftlich auch ‘Hauswart’, Entlehnung (Anfang 18. Jh.) von frz. portier ‘Pförtner, Türhüter eines Schlosses, Privathauses’ (seit Mitte 19. Jh. vor allem ‘Empfangschef, livrierter Türhüter’, sonst durch frz. concierge ‘Pförtner, Hausmeister’ verdrängt), dem spätlat. portārius ‘Türhüter, Torwächter’, eine Ableitung von lat. porta ‘Tor, Eingang’ (s. ↗Pforte), zugrunde liegt.

Thesaurus

Synonymgruppe
Einlasser · ↗Pförtner · Portier · ↗Türsteher  ●  ↗Türhüter  veraltet · ↗Concierge  geh.
Oberbegriffe
Assoziationen
  • Pforte · ↗Portal · ↗Tor  ●  ↗Eingang  Hauptform · ↗Einlass  geh. · ↗Entree  geh.
  • Mitarbeiter eines Security Service · SiFa · Sicherheitsfachkraft · ↗Wachmann  ●  schwarzer Sheriff  ugs., fig.

Typische Verbindungen zu ›Portier‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Portier‹.

Verwendungsbeispiele für ›Portier‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Schon seit Stunden hatte der Portier einen der Gäste, der sich sonst das Essen bringen ließ, nicht mehr gesehen.
Die Welt, 16.02.2004
Mit blutüberströmtem Kopf klingelte er kurz danach den Portier seines Hotels heraus.
Süddeutsche Zeitung, 24.02.1997
Er sei seit dem Morgen nicht im Haus gewesen, sagt der Portier.
Schädlich, Hans Joachim: Tallhover, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1986, S. 0
Die junge Dame schien den Worten des Portiers kein besonderes Interesse zu schenken.
Jens, Walter: Nein, München: Piper 1968 [1950], S. 25
Der Portier, der den Lift drüben bedient, nähert sich langsam.
Canetti, Elias: Die Blendung, München: Hanser 1994 [1935], S. 307
Zitationshilfe
„Portier“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Portier>, abgerufen am 20.01.2021.

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