Portemonnaie, das

Alternative Schreibung Portmonee
Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Portemonnaies · Nominativ Plural: Portemonnaies
Worttrennung Porte-mon-naie ● Port-mo-nee
Rechtschreibregeln § 20 (2), § 32 (2)
Wortbildung  mit ›Portemonnaie‹ als Letztglied: ↗Lederportemonnaie · ↗Lederportmonee
Mehrwortausdrücke dickes Portemonnaie
Herkunft zu porterfrz ‘tragen’ + monnaiefrz ‘Münze, Geld’
eWDG

Bedeutung

kleines Täschchen für das Geld, das man bei sich trägt
Beispiele:
ein ledernes, zierliches Portmonee
sein Portmonee ziehen
er hat sein Portmonee verloren
Wechselgeld ins Portmonee stecken
bildlich
Beispiele:
salopper hat ein dickes Portmonee (= viel Geld)
umgangssprachlicher musste tief ins Portmonee greifen (= musste viel bezahlen)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Portemonnaie n. ‘Geldtasche’. Frz. portemonnaie m., eine junge Zusammensetzung von frz. porter ‘tragen’ (lat. portāre) und frz. monnaie ‘Münze, Geld’ (lat. monēta), kommt um 1850 gleichzeitig im Dt. und Frz. auf. Ob die Bildung aus dem Frz. übernommen oder im Dt. nach Vorbildern wie Portefeuille ‘Brieftasche’ (frz. portefeuille), Portechaise ‘Tragstuhl, Sänfte’ (so nur dt.; frz. portechaise eigentlich ‘Hofbeamter, der bei Tische die Stühle heranrückt’), Portepee ‘Degen-, Säbelquaste’ (frz. porte-épée) gebildet wurde, ist derzeit nicht auszumachen.

Thesaurus

Synonymgruppe
Brieftasche · ↗Geldbeutel · ↗Geldbörse · ↗Geldsack · Portemonnaie · Portmonee  ●  ↗Geldtasche  österr.

Typische Verbindungen zu ›Portemonnaie‹, ›Portmonee‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Portmonee‹.

Verwendungsbeispiele für ›Portemonnaie‹, ›Portmonee‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Als ich aufwachte, fehlte mir mein Portemonnaie mit 890 Mark.
Bild, 10.04.2001
Ist nicht auch das schon ziemlich viel für das studentische Portemonnaie?
Der Tagesspiegel, 08.11.1999
Ich bin pünktlich um 10.00 da, habe aber mein Portemonnaie vergessen.
Merian, Svende: Der Tod des Märchenprinzen, Hamburg: Buntbuch-Verl. 1980 [1980], S. 147
Zu allem Überfluß fand ich dann auch noch mein Portemonnaie.
Ernst, Otto: Appelschnut, Rostock: Hirnstoff 1989 [1907], S. 135
In der Kommode lag ihr Portemonnaie, in dem etwa eine Mark enthalten war.
Friedländer, Hugo: Das Räuberwesen. In: ders., Interessante Kriminal-Prozesse, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1921], S. 7997
Zitationshilfe
„Portemonnaie“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Portemonnaie>, abgerufen am 21.01.2021.

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