Porträt, das

Alternative SchreibungPortrait, s. Regelwerk: § 20 (2)
GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Porträts · Nominativ Plural: Porträts
WorttrennungPor-trät · Por-trait
HerkunftFranzösisch
Wortbildung mit ›Porträt‹ als Erstglied: ↗Portraitbüste · ↗Portraitfoto · ↗Portraitstatue · ↗Portraitzeichnung · ↗Porträtbüste · ↗Porträtfoto · ↗Porträtkunst · ↗Porträtmalerei · ↗Porträtplastik · ↗Porträtstatue · ↗Porträtstudie · ↗Porträtzeichnung
 ·  mit ›Porträt‹ als Letztglied: ↗Autoportrait · ↗Autoporträt · ↗Doppelportrait · ↗Doppelporträt · ↗Familienportrait · ↗Familienporträt · ↗Frauenportrait · ↗Frauenporträt · ↗Ganzportrait · ↗Ganzporträt · ↗Gruppenportrait · ↗Gruppenporträt · ↗Kurzportrait · ↗Kurzporträt · ↗Künstlerportrait · ↗Künstlerporträt · ↗Menschenportrait · ↗Menschenporträt · ↗Rollenportrait · ↗Rollenporträt · ↗Selbstportrait · ↗Selbstporträt
 ·  mit ›Porträt‹ als Grundform: ↗portraitieren · ↗porträtieren
eWDG, 1974

Bedeutung

bildliche Darstellung eines Menschen, Bildnis
Beispiele:
ein farbiges, lebensgroßes, in Öl gemaltes Porträt
ein Porträt Goethes, von Königin Victoria, von Karl Marx
Porträts malen, anfertigen
die Briefmarke zeigt das Porträt des Staatsoberhauptes
übertragen
Beispiel:
ein Band mit literarischen Porträts (= literarisch gestalteten Lebensbildern) bedeutender Ärzte, Musiker
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Porträt · porträtieren
Porträt n. ‘bildliche Darstellung einer Person, Bildnis’, Entlehnung (17. Jh., auch in frz. Schreibweise, die bis ins 20. Jh. vorherrscht) von gleichbed. frz. portrait, afrz. portrait, portret, substantiviertem Part. Perf. zu afrz. portraire ‘(hervor)ziehen, vor Gericht bringen, ausführen, künstlerisch bilden, gestalten, zeichnen’. Diese Präfixbildung gehört zu afrz. traire ‘ziehen, herausholen, sich begeben’, auch ‘zeichnen, entwerfen’ (lat. trahere ‘ziehen, schleppen’), geht in einigen Verwendungen aber wohl unmittelbar auf lat. prōtrahere ‘hervor-, vorwärtsziehen, ans Licht bringen, offenbaren, entdecken’ zurück. porträtieren Vb. ‘ein Bildnis anfertigen’ (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Bild (einer oder mehrerer Personen) · Porträt · ↗Porträtaufnahme · ↗Porträtfoto  ●  ↗Konterfei  geh., veraltend
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Dichter Landschaft Maler Reportage Selbstbildnis Selbstporträt Stilleben Stillleben Zeitgenosse berühmt biographisch eindringlich eindrucksvoll einfühlsam entstanden entwerfen fotografisch gemalt gezeichnet großformatig hangen hängen intim lebensgroß liebevoll malen prangen zeichnen zieren überlebensgroß

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Porträt‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wir wissen nicht, wie er wirklich aussah, und doch streiten wir uns leidenschaftlich über mindestens zwei neu entdeckte angebliche Porträts von ihm.
Die Welt, 31.12.2005
Nun fehlte in Porträts nicht viel, und er wäre zum rasenden Reporter stilisiert worden.
Der Tagesspiegel, 02.04.2002
Seit 1945 schuf C. eine größere Anzahl Porträts von Wissenschaftlern, Arbeitern, Künstlern.
o. A.: Lexikon der Kunst - C. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1989], S. 20878
Und wie schwierig ist sein Porträt in Worten zu zeichnen.
Mann, Golo: Politische Entwicklung Europas und Amerikas 1815-1871. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1960], S. 17254
In der Ölmalerei vom Ende der Renaissance an kann man die Tiefe eines Künstlers mit Sicherheit an dem Gehalt seiner Porträts ermessen.
Spengler, Oswald: Der Untergang des Abendlandes, München: Beck 1929 [1918], S. 335
Zitationshilfe
„Porträt“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Porträt>, abgerufen am 16.12.2018.

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