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Posaune, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Posaune · Nominativ Plural: Posaunen
Aussprache 
Worttrennung Po-sau-ne
Wortbildung  mit ›Posaune‹ als Erstglied: ↗Posaunenchor · ↗Posaunenengel · ↗Posaunengetön · ↗Posaunengetöne · ↗Posaunenklang · ↗Posaunenschall · ↗Posaunenspieler · ↗Posaunenton · ↗posaunenartig
 ·  mit ›Posaune‹ als Letztglied: ↗Friedensposaune · ↗Zugposaune  ·  mit ›Posaune‹ als Grundform: ↗posaunen
eWDG

Bedeutung

Blechblasinstrument mit zwei u-förmigen Rohren, von denen eines verschiebbar ist, wodurch Töne verschiedener Höhe hervorgebracht werden können
Beispiele:
Posaune blasen, spielen
Posaunen ertönen, schmettern
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Posaune · posaunen · ausposaunen · Posaunist
Posaune f. Blechblasinstrument mit zwei U-förmigen Rohren, von denen eines verschiebbar ist, mhd. busīne, busūne, (md.) basūne eine Art Trompete, mnd. bas(s)ūne (woraus anord. basūn und basūna), mnl. basūne, nl. bazuin sind entlehnt aus afrz. mfrz. bu(i)sine, das über galloroman. *būcīna auf lat. būcina ‘Wald-, Jagd-, Hirten-, Signalhorn’ beruht (zu lat. bōs ‘Rind’ und lat. canere ‘singen, ertönen, spielen’), eigentlich ‘aus einem Rinderhorn gefertigtes Blasinstrument’. Zahlreiche, bis ins 16. Jh. anzutreffende Wiedergaben wie Busaun(e), Bosaune, Busane, Buson u. a. werden durch Luthers Form Posaune verdrängt. posaunen Vb. ‘auf der Posaune blasen, laut rufen, laut verkünden’, mhd. busīnen, busūnen, mnd. mnl. basūnen, nl. bazuinen; vgl. afrz. buisener, buisiner, lat. būcināre ‘auf der Trompete blasen’; ausposaunen Vb. ‘(etw. Diskretes) laut und prahlerisch verkünden’ (Mitte 17. Jh.). Posaunist m. ‘wer Posaune bläst’ (Anfang 18. Jh.), älter Posaunenbläser (16. Jh.), mnd. bas(s)ūnenblēser, -blāser; vgl. mhd. busīnære, busūnære.

Typische Verbindungen zu ›Posaune‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Posaune‹.

Verwendungsbeispiele für ›Posaune‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dazu tönen die Posaunen, und der Künstler hebt bedeutungsvoll den Finger.
Die Welt, 31.03.2005
Aber es war eine riesige Freude, diese Posaune in der Hand zu halten.
Der Tagesspiegel, 02.05.2000
Aus ihren Posaunen platzte der Text der Liste an sein Ohr.
Canetti, Elias: Die Blendung, München: Hanser 1994 [1935], S. 111
Sie umarmen sich und küssen sich und blasen wieder Posaune.
Toller, Ernst: Eine Jugend in Deutschland, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1985 [1933], S. 0
Gibt es keine Trompeten mehr, keine Posaunen, keine Trommeln mehr?
Reklame-Praxis, 1926, Nr. 7, Bd. 2
Zitationshilfe
„Posaune“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Posaune>, abgerufen am 25.02.2021.

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