Pose, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Pose · Nominativ Plural: Posen
Aussprache
WorttrennungPo-se
HerkunftFranzösisch
Wortbildung mit ›Pose‹ als Erstglied: ↗Poseur  ·  mit ›Pose‹ als Letztglied: ↗Filmstarpose · ↗Fotografierpose · ↗Lieblingspose · ↗Machopose · ↗Rebellenpose · ↗Siegerpose
eWDG, 1974

Bedeutung

(auf eine bestimmte Wirkung abzielende, unnatürliche) Körperhaltung, (geziertes) Gebaren
Beispiele:
eine Pose einnehmen, annehmen
eine Figur in der Pose eines Denkers
sie deklamierte mit großen, theatralischen Posen
Alexanders Blick ... fand ihn an den Kamin gelehnt, in der geliebten Pose des vornehm gelangweilten Zuschauers [WeiskopfAbschied v. Frieden1,59]
sie gefiel sich in den schönen Posen, die das Billardspiel ermöglicht [Kellerm.Totentanz424]
[Bebel war] ein Mann ... bei dem weder Glanz noch Pose war, dafür aber Einfachheit und Geradheit [BredelVäter129]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Pose f. ‘auf Wirkung abzielende, oft gekünstelte Körperhaltung’, im 19. Jh. als Ausdruck der Künstlersprache Übernahme von frz. pose ‘Stellung, Haltung’, einer Ableitung von frz. poser ‘setzen, stellen, legen’ (zu dessen Herkunft und Entwicklung s. ↗imponieren).

Thesaurus

Synonymgruppe
Haltung · ↗Körperhaltung · Pose · ↗Positur · ↗Stellung  ●  ↗Gestus  geh.
Unterbegriffe
Assoziationen
Technik
Synonymgruppe
Pose · räumliche Lage
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Geste Pose Triumphator ablichten aufreizend cool einstudiert eitel erotisch erstarren erstarrt exaltiert fotografieren gerinnen gewagt heroisch herrisch kämpferisch lasziv lässig martialisch obszön pathetisch rebellisch selbstgefällig staatsmännisch theatralisch tänzerisch verführerisch verharren

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Pose‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Seit dreißig Jahren schon probiert er mit seiner Musik immer neue Posen, Stile, Haltungen aus.
Der Tagesspiegel, 29.02.2000
Manche Mädchen sind sogar ein zweites Mal gekommen und Teller lichtet sie in der gleichen Pose noch einmal ab.
Die Welt, 15.11.1999
So beschließen sie, jeder nach seinem eigenen Geschmack eine besondere Pose einzunehmen.
Wind, Edgar: Humanitätsidee und heroisiertes Porträt in der englischen Kultur des 18. Jahrhunderts. In: Saxl, Fritz (Hg.), Vorträge 1930 - 1931, Leipzig: Teubner 1932, S. 170
Sie sah dunkelrot aus und rollte die Augen, halb in Pose, halb in wirklichem Zorn.
Dohm, Hedwig: Christa Ruland. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1902], S. 9942
Indem man sich selbst voraus ist, werden die Dinge schemenhaft, auch man selbst, also wählt man grelle Farben, starke Töne und umwerfende Posen.
Safranski, Rüdiger: Friedrich Schiller, München Wien: Carl Hanser 2004, S. 97
Zitationshilfe
„Pose“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Pose#1>, abgerufen am 22.04.2019.

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Pose, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Pose · Nominativ Plural: Posen
Aussprache
WorttrennungPo-se (computergeneriert)
eWDG, 1974

Bedeutung

landschaftlich Schwimmkörper an der Angelschnur, Floß
Beispiel:
unbewegt starren sie [die Angler] auf die Pose und warten auf Hecht, Zander oder Karpfen [Tageszeitung1964]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Pose f. ‘auf Wirkung abzielende, oft gekünstelte Körperhaltung’, im 19. Jh. als Ausdruck der Künstlersprache Übernahme von frz. pose ‘Stellung, Haltung’, einer Ableitung von frz. poser ‘setzen, stellen, legen’ (zu dessen Herkunft und Entwicklung s. ↗imponieren).

Thesaurus

Synonymgruppe
Haltung · ↗Körperhaltung · Pose · ↗Positur · ↗Stellung  ●  ↗Gestus  geh.
Unterbegriffe
Assoziationen
Technik
Synonymgruppe
Pose · räumliche Lage
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Geste Pose Triumphator ablichten aufreizend cool einstudiert eitel erotisch erstarren erstarrt exaltiert fotografieren gerinnen gewagt heroisch herrisch kämpferisch lasziv lässig martialisch obszön pathetisch rebellisch selbstgefällig staatsmännisch theatralisch tänzerisch verführerisch verharren

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Pose‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Seit dreißig Jahren schon probiert er mit seiner Musik immer neue Posen, Stile, Haltungen aus.
Der Tagesspiegel, 29.02.2000
Manche Mädchen sind sogar ein zweites Mal gekommen und Teller lichtet sie in der gleichen Pose noch einmal ab.
Die Welt, 15.11.1999
So beschließen sie, jeder nach seinem eigenen Geschmack eine besondere Pose einzunehmen.
Wind, Edgar: Humanitätsidee und heroisiertes Porträt in der englischen Kultur des 18. Jahrhunderts. In: Saxl, Fritz (Hg.), Vorträge 1930 - 1931, Leipzig: Teubner 1932, S. 170
Sie sah dunkelrot aus und rollte die Augen, halb in Pose, halb in wirklichem Zorn.
Dohm, Hedwig: Christa Ruland. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1902], S. 9942
Indem man sich selbst voraus ist, werden die Dinge schemenhaft, auch man selbst, also wählt man grelle Farben, starke Töne und umwerfende Posen.
Safranski, Rüdiger: Friedrich Schiller, München Wien: Carl Hanser 2004, S. 97
Zitationshilfe
„Pose“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Pose#2>, abgerufen am 22.04.2019.

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