Post, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Post · Nominativ Plural: Posten
Aussprache
Wortbildung mit ›Post‹ als Erstglied: ↗PLZ · ↗Postabholer · ↗Postagentur · ↗Postamt · ↗Postangestellte · ↗Postanschrift · ↗Postanweisung · ↗Postauto · ↗Postautobus · ↗Postbeamte · ↗Postbearbeitungsmaschine · ↗Postbeförderung · ↗Postbezirk · ↗Postbezug · ↗Postboot · ↗Postbote · ↗Postbriefkasten · ↗Postchaise · ↗Postdampfer · ↗Postdienst · ↗Postdirektion · ↗Posteingang · ↗Posteinlauf · ↗Posteinzahlung · ↗Postempfänger · ↗Postenträger · ↗Postexpedition · ↗Postfach · ↗Postfiliale · ↗Postfiskus · ↗Postgebäude · ↗Postgebühr · ↗Postgeheimnis · ↗Postgirobrief · ↗Postgirokonto · ↗Postgiroverkehr · ↗Postgut · ↗Posthalter · ↗Posthalterei · ↗Posthorn · ↗Postkarte · ↗Postkartengröße · ↗Postkasten · ↗Postkunde · ↗Postkutsche · ↗Postleitzahl · ↗Postmappe · ↗Postmarkt · ↗Postmeister · ↗Postmietbehälter · ↗Postminister · ↗Postmonopol · ↗Postmuseum · ↗Postordnung · ↗Postort · ↗Postpaket · ↗Postroute · ↗Posträuber · ↗Postsache · ↗Postsack · ↗Postschalter · ↗Postscheck · ↗Postscheckamt · ↗Postscheckheft · ↗Postschiff · ↗Postschließfach · ↗Postsendung · ↗Postsparbuch · ↗Postsparkasse · ↗Poststelle · ↗Poststempel · ↗Postsäule · ↗Posttarif · ↗Posttheke · ↗Postträger · ↗Postuniform · ↗Postverbindung · ↗Postverkehr · ↗Postversand · ↗Postverwaltung · ↗Postwagen · ↗Postweg · ↗Postwerbung · ↗Postwertzeichen · ↗Postwesen · ↗Postwurfsendung · ↗Postzeitungsdienst · ↗Postzeitungsvertrieb · ↗Postzensur · ↗Postzug · ↗Postzusteller · ↗Postzustellerin · ↗Postzustellung · ↗Postüberwachung · ↗posteigen · ↗postfertig · ↗postfrei · ↗postfrisch
 ·  mit ›Post‹ als Letztglied: ↗Abendpost · ↗Bahnpost · ↗Behördenpost · ↗Briefpost · ↗Brieftaubenpost · ↗Bundespost · ↗Dienstpost · ↗Diplomatenpost · ↗Eilpost · ↗Extrapost · ↗Fanpost · ↗Feldpost · ↗Flaschenpost · ↗Flugpost · ↗Geschäftspost · ↗Hauptpost · ↗Hiobspost · ↗Infopost · ↗Kinderpost · ↗Kraftpost · ↗Kurierpost · ↗Leserpost · ↗Luftpost · ↗Morgenpost · ↗Neujahrspost · ↗Paketpost · ↗Personenpost · ↗Reichspost · ↗Rohrpost · ↗Schneckenpost · ↗Schreckenspost · ↗Taubenpost · ↗Trauerpost · ↗Unglückspost · ↗Weihnachtspost
 ·  mit ›Post‹ als Binnenglied: ↗Weltpostverein
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
nur im Singular
öffentliche Einrichtung zur Beförderung besonders von Briefsendungen, Paketsendungen und Geldsendungen und zur Übermittlung von Nachrichten
Beispiele:
die Deutsche Post
bei der Post arbeiten, angestellt, beschäftigt sein
umgangssprachlich er ist bei der Post
etw. mit der, durch die, per Post schicken
Zeitungen, Zeitschriften bei der Post bestellen, im Abonnement über die Post beziehen
die gelbe Farbe ist symbolisch für die Post
2.
nur im Singular
Postsendung
Beispiele:
die eingegangene, heutige, gestrige Post
das ist die erste, letzte Post von ihm
heute wird keine, nur einmal Post ausgetragen, zugestellt, kam die Post sehr spät
die Post wird noch heute abgeholt, befördert, geht erst morgen weg
ist Post für mich gekommen, da(bei)?
die Post lesen, beantworten, durchsehen, kontrollieren
ich habe (viel, oft) Post (von ihr) bekommen, gestern endlich meine Post erledigt (= alle fälligen Karten, Briefe geschrieben)
mit der nächsten, gleichen Post schicke ich das Geld ab
3.
nur im Singular
Postamt
Beispiele:
die Post hat täglich von 8 Uhr bis 18 Uhr geöffnet, ist heute geschlossen
auf die, zur Post gehen
etw. auf die, zur Post bringen, schaffen, auf, von der Post (ab)holen
das Geld habe ich auf der Post eingezahlt
er wohnt ganz in der Nähe der Post
4.
Nachricht
Beispiele:
veraltet gute, schlechte Post bringen
umgangssprachlich, abwertend jmdm. Posten zutragen
umgangssprachlich, abwertend Posten tragen (= jmdm. Nachrichten hinterbringen)
veraltet gebt mir nur rechtzeitig Post [ScharrerHirt251]
5.
nur im Singular
historisch Postkutsche
Beispiele:
mit der Post fahren, reisen
Die Post, welche jetzt zweimal täglich ... von Ballenstedt nach Bernburg hinrollt [KügelgenJugenderinnerungen291]
bildlich
Beispiel:
salopp ab (geht) die Post! (= fort gehtʼs, rasch fort!)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Post · Postmeister · Postbote · Postamt · Postkarte · Postanweisung · postlagernd · postalisch · postwendend
Post f. ‘Einrichtung zur Beförderung von Brief-, Paket- und Geldsendungen und zur Übermittlung von Nachrichten, deren örtliche Dienststelle (Postamt), das durch die Post Beförderte, Postsendung’. Frühnhd. Post ‘öffentliche Beförderungseinrichtung’, einschließlich Personen, Wagen, Pferden (1494; s. unten Postmeister), ‘Poststation, -gebäude, Botschaft, Nachricht’ (16. Jh., s. ↗Hiobspost) ist entlehnt aus ital. posta ‘von einem Vorsteher verwaltete Station, an der Pferde und Boten gewechselt werden können’, ursprünglich von italienischen Kaufleuten organisierte Einrichtung zur schnellen Nachrichtenübermittlung, später auf die gesamte Beförderungseinrichtung übertragen. Ital. posta ist eigentlich ‘festgesetzter Punkt, Ort, Platz’, aus substantiviertem lat. posita, der fem. Form des Part. Perf. positus von lat. pōnere ‘setzen, stellen, legen’, auch ‘festsetzen’ (s. ↗Posten). Postmeister m. ehemals ‘Leiter eines Postamtes an einem Ort, Posthalter, Vorgesetzter des Postwesens eines Landes’, zufrühest ‘Vorsteher einer Pferdewechselstelle’ (1489), Übersetzung von ital. maestro delle poste. Postbote m. ‘Briefzusteller’ (16. Jh.). Postamt n. (17. Jh.). Postkarte f. ‘Karte für Mitteilungen zum Versand durch die Post’; in diesem Sinne zuerst 1869 vom österreichischen Volkswirt Herrmann erwähnt (er selbst schlägt Correspondenzkarte vor), 1875 amtlich in Deutschland eingeführt; voraus geht Feldpostkarte (1870/71). Zuvor steht Postkarte für ‘Streckenkarte (Landkarte) des Postwagens, Liste der Postsendungen’ (18. Jh.), ‘Fahrkarte für die Postkutsche’ (Anfang 19. Jh.). Postanweisung f. ‘auf der Post eingezahlte Geldsendung, die dem Empfänger durch die Post zugestellt wird, das dafür erforderliche Formular’ (19. Jh.). postlagernd Adj. ‘auf dem Bestimmungspostamt bis zur Abholung durch den Empfänger lagernd’ (1875); Übersetzung von frz. poste restante. postalisch Adj. ‘die Post betreffend, durch die Post’ (19. Jh.), vgl. frz. postal, ital. postale. postwendend Adj. ‘umgehend, sofort’ (20. Jh.), älter ‘mit Wendung, Umkehr der Post’, d. h. des Postwagens (19. Jh.), aus der Formel mit wendender Post ‘mit der zurückkehrenden Postkutsche Rückantwort gebend’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Post · ↗Postamt · Postdienststelle
Assoziationen
Synonymgruppe
Briefe · ↗Briefpost · ↗Korrespondenz · Post · ↗Schreiben
Assoziationen
  • Postfahrrad · Postrad · Zustellrad
  • Postkurs · ↗Postlinie · ↗Postroute · ↗Poststraße
  • Eilbotensendung · ↗Eilsendung · ↗Eilzustellung · ↗Expressversand · Schnellpost · Schnellpostgut · Schnellsendung  ●  ↗Eilbrief  Hauptform
  • (die) Nachsendung (veranlassen) · (einen) Nachsendeantrag (stellen) · (einen) Nachsendeservice (beauftragen)  ●  (einen) Nachsendeauftrag (erteilen)  variabel
Synonymgruppe
Deutsche Post AG  ●  Deutsche Bundespost  historisch · Deutsche Post DHL (Group)  Eigenname · (die) Post  ugs., Hauptform
Synonymgruppe
Lieferung · ↗Sendung · ↗Versandgut · ↗Warensendung  ●  ↗(versandte) Ware  Hauptform · ↗Frachtgut  fachspr. · Post  ugs. · ↗Postgut  fachspr.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ambition Anwärter Besetzung Favorit Generalsekretär Gerangel Kandidat Kandidatin Kandidatur Pfründe Pöstchen Sportdirektor außerordentlich bangen bekleiden besetzen besetzend bewerben dotiert durchlaufend einflußreich entheben hieven innehaben kandidieren leitend lukrativ nominieren vakant verantwortungsvoll

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Post‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aus Versehen sei das Schreiben dann mit weiteren Briefen doch in die Post geraten.
Die Zeit, 14.09.2013 (online)
Die bürgerliche Revolution war, betrachtet man ihre Ergebnisse, nicht zuletzt eine Revolution der Post.
konkret, 1997
Hinter der Post führte ein schmaler Pfad an verwilderten Gärten entlang.
Jentzsch, Kerstin: Seit die Götter ratlos sind, München: Heyne 1999 [1994], S. 246
Post gab es in den letzten acht Tagen auch nicht.
Brief von Ernst G. an Irene G. vom 07.03.1945, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Sag mal, hast Du denn in der letzten Zeit überhaupt keine Post von mir erhalten?
Brief von Ernst G. an Irene G. vom 09.06.1940, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Zitationshilfe
„Post“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Post#1>, abgerufen am 21.10.2019.

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Post, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache[poːst]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Post · Postmeister · Postbote · Postamt · Postkarte · Postanweisung · postlagernd · postalisch · postwendend
Post f. ‘Einrichtung zur Beförderung von Brief-, Paket- und Geldsendungen und zur Übermittlung von Nachrichten, deren örtliche Dienststelle (Postamt), das durch die Post Beförderte, Postsendung’. Frühnhd. Post ‘öffentliche Beförderungseinrichtung’, einschließlich Personen, Wagen, Pferden (1494; s. unten Postmeister), ‘Poststation, -gebäude, Botschaft, Nachricht’ (16. Jh., s. ↗Hiobspost) ist entlehnt aus ital. posta ‘von einem Vorsteher verwaltete Station, an der Pferde und Boten gewechselt werden können’, ursprünglich von italienischen Kaufleuten organisierte Einrichtung zur schnellen Nachrichtenübermittlung, später auf die gesamte Beförderungseinrichtung übertragen. Ital. posta ist eigentlich ‘festgesetzter Punkt, Ort, Platz’, aus substantiviertem lat. posita, der fem. Form des Part. Perf. positus von lat. pōnere ‘setzen, stellen, legen’, auch ‘festsetzen’ (s. ↗Posten). Postmeister m. ehemals ‘Leiter eines Postamtes an einem Ort, Posthalter, Vorgesetzter des Postwesens eines Landes’, zufrühest ‘Vorsteher einer Pferdewechselstelle’ (1489), Übersetzung von ital. maestro delle poste. Postbote m. ‘Briefzusteller’ (16. Jh.). Postamt n. (17. Jh.). Postkarte f. ‘Karte für Mitteilungen zum Versand durch die Post’; in diesem Sinne zuerst 1869 vom österreichischen Volkswirt Herrmann erwähnt (er selbst schlägt Correspondenzkarte vor), 1875 amtlich in Deutschland eingeführt; voraus geht Feldpostkarte (1870/71). Zuvor steht Postkarte für ‘Streckenkarte (Landkarte) des Postwagens, Liste der Postsendungen’ (18. Jh.), ‘Fahrkarte für die Postkutsche’ (Anfang 19. Jh.). Postanweisung f. ‘auf der Post eingezahlte Geldsendung, die dem Empfänger durch die Post zugestellt wird, das dafür erforderliche Formular’ (19. Jh.). postlagernd Adj. ‘auf dem Bestimmungspostamt bis zur Abholung durch den Empfänger lagernd’ (1875); Übersetzung von frz. poste restante. postalisch Adj. ‘die Post betreffend, durch die Post’ (19. Jh.), vgl. frz. postal, ital. postale. postwendend Adj. ‘umgehend, sofort’ (20. Jh.), älter ‘mit Wendung, Umkehr der Post’, d. h. des Postwagens (19. Jh.), aus der Formel mit wendender Post ‘mit der zurückkehrenden Postkutsche Rückantwort gebend’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Post · ↗Postamt · Postdienststelle
Assoziationen
Synonymgruppe
Briefe · ↗Briefpost · ↗Korrespondenz · Post · ↗Schreiben
Assoziationen
  • Postfahrrad · Postrad · Zustellrad
  • Postkurs · ↗Postlinie · ↗Postroute · ↗Poststraße
  • Eilbotensendung · ↗Eilsendung · ↗Eilzustellung · ↗Expressversand · Schnellpost · Schnellpostgut · Schnellsendung  ●  ↗Eilbrief  Hauptform
  • (die) Nachsendung (veranlassen) · (einen) Nachsendeantrag (stellen) · (einen) Nachsendeservice (beauftragen)  ●  (einen) Nachsendeauftrag (erteilen)  variabel
Synonymgruppe
Deutsche Post AG  ●  Deutsche Bundespost  historisch · Deutsche Post DHL (Group)  Eigenname · (die) Post  ugs., Hauptform
Synonymgruppe
Lieferung · ↗Sendung · ↗Versandgut · ↗Warensendung  ●  ↗(versandte) Ware  Hauptform · ↗Frachtgut  fachspr. · Post  ugs. · ↗Postgut  fachspr.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ambition Anwärter Besetzung Favorit Generalsekretär Gerangel Kandidat Kandidatin Kandidatur Pfründe Pöstchen Sportdirektor außerordentlich bangen bekleiden besetzen besetzend bewerben dotiert durchlaufend einflußreich entheben hieven innehaben kandidieren leitend lukrativ nominieren vakant verantwortungsvoll

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Post‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aus Versehen sei das Schreiben dann mit weiteren Briefen doch in die Post geraten.
Die Zeit, 14.09.2013 (online)
Die bürgerliche Revolution war, betrachtet man ihre Ergebnisse, nicht zuletzt eine Revolution der Post.
konkret, 1997
Hinter der Post führte ein schmaler Pfad an verwilderten Gärten entlang.
Jentzsch, Kerstin: Seit die Götter ratlos sind, München: Heyne 1999 [1994], S. 246
Post gab es in den letzten acht Tagen auch nicht.
Brief von Ernst G. an Irene G. vom 07.03.1945, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Sag mal, hast Du denn in der letzten Zeit überhaupt keine Post von mir erhalten?
Brief von Ernst G. an Irene G. vom 09.06.1940, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Zitationshilfe
„Post“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Post#2>, abgerufen am 21.10.2019.

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