Postanweisung, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Postanweisung · Nominativ Plural: Postanweisungen
Aussprache 
Worttrennung Post-an-wei-sung
Wortzerlegung  Post1 Anweisung
eWDG

Bedeutung

historisch
1.
auf der Post eingezahlte Geldsendung, die dem Empfänger durch die Post zugestellt wird
Beispiel:
eine Rechnung durch Postanweisung bezahlen
2.
Formular für 1
Beispiel:
eine Postanweisung ausfüllen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Post · Postmeister · Postbote · Postamt · Postkarte · Postanweisung · postlagernd · postalisch · postwendend
Post f. ‘Einrichtung zur Beförderung von Brief-, Paket- und Geldsendungen und zur Übermittlung von Nachrichten, deren örtliche Dienststelle (Postamt), das durch die Post Beförderte, Postsendung’. Frühnhd. Post ‘öffentliche Beförderungseinrichtung’, einschließlich Personen, Wagen, Pferden (1494; s. unten Postmeister), ‘Poststation, -gebäude, Botschaft, Nachricht’ (16. Jh., s. Hiobspost) ist entlehnt aus ital. posta ‘von einem Vorsteher verwaltete Station, an der Pferde und Boten gewechselt werden können’, ursprünglich von italienischen Kaufleuten organisierte Einrichtung zur schnellen Nachrichtenübermittlung, später auf die gesamte Beförderungseinrichtung übertragen. Ital. posta ist eigentlich ‘festgesetzter Punkt, Ort, Platz’, aus substantiviertem lat. posita, der fem. Form des Part. Perf. positus von lat. pōnere ‘setzen, stellen, legen’, auch ‘festsetzen’ (s. Posten2). Postmeister m. ehemals ‘Leiter eines Postamtes an einem Ort, Posthalter, Vorgesetzter des Postwesens eines Landes’, zufrühest ‘Vorsteher einer Pferdewechselstelle’ (1489), Übersetzung von ital. maestro delle poste. Postbote m. ‘Briefzusteller’ (16. Jh.). Postamt n. (17. Jh.). Postkarte f. ‘Karte für Mitteilungen zum Versand durch die Post’; in diesem Sinne zuerst 1869 vom österreichischen Volkswirt Herrmann erwähnt (er selbst schlägt Correspondenzkarte vor), 1875 amtlich in Deutschland eingeführt; voraus geht Feldpostkarte (1870/71). Zuvor steht Postkarte für ‘Streckenkarte (Landkarte) des Postwagens, Liste der Postsendungen’ (18. Jh.), ‘Fahrkarte für die Postkutsche’ (Anfang 19. Jh.). Postanweisung f. ‘auf der Post eingezahlte Geldsendung, die dem Empfänger durch die Post zugestellt wird, das dafür erforderliche Formular’ (19. Jh.). postlagernd Adj. ‘auf dem Bestimmungspostamt bis zur Abholung durch den Empfänger lagernd’ (1875); Übersetzung von frz. poste restante. postalisch Adj. ‘die Post betreffend, durch die Post’ (19. Jh.), vgl. frz. postal, ital. postale. postwendend Adj. ‘umgehend, sofort’ (20. Jh.), älter ‘mit Wendung, Umkehr der Post’, d. h. des Postwagens (19. Jh.), aus der Formel mit wendender Post ‘mit der zurückkehrenden Postkutsche Rückantwort gebend’.

Typische Verbindungen zu ›Postanweisung‹ (computergeneriert)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Postanweisung‹.

Verwendungsbeispiele für ›Postanweisung‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Im vergangenen Jahr hätten nur noch 250000 Kunden die Postanweisung genutzt.
Süddeutsche Zeitung, 30.04.2002
Trotz der späten Stunde gelang es offenbar vielen, noch eine Postanweisung zu ergattern.
Die Zeit, 21.01.1974, Nr. 03
Schick nur alles her. 70 Mark kannst Du per Postanweisung schicken, in jedem Monat.
Brief von Ernst G. an Irene G. vom 19.01.1943, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Ich schicke heute noch einmal per Postanweisung ein paar Mark ab.
Brief von Irene G. an Ernst G. vom 06.06.1941, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Dann drückt er Postanweisung und Geld einem Pagen in die Hand.
Horster, Hans-Ulrich [d.i. Rhein, Eduard]: Ein Herz spielt falsch, Köln: Lingen 1991 [1950], S. 98
Zitationshilfe
„Postanweisung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Postanweisung>, abgerufen am 27.01.2022.

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