Potenzial, das

Alternative SchreibungPotential
GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Potenzials · Nominativ Plural: Potenziale
Aussprache
WorttrennungPo-ten-zi-al · Po-ten-ti-al
HerkunftLatein
Rechtschreibregeln§ 32 (2)
Wortbildung mit ›Potenzial‹ als Erstglied: ↗Potentialdifferenz · ↗Potentialgefälle · ↗Potenzialdifferenz · ↗Potenzialgefälle
 ·  mit ›Potenzial‹ als Letztglied: ↗Aktionspotential · ↗Aktionspotenzial · ↗Arbeitskräftepotential · ↗Arbeitskräftepotenzial · ↗Arbeitspotential · ↗Arbeitspotenzial · ↗Bedrohungspotential · ↗Bedrohungspotenzial · ↗Drohpotential · ↗Drohpotenzial · ↗Einsparpotential · ↗Einsparpotenzial · ↗Energiepotential · ↗Energiepotenzial · ↗Entwicklungspotential · ↗Entwicklungspotenzial · ↗Erfahrungspotential · ↗Erfahrungspotenzial · ↗Erfolgspotential · ↗Erfolgspotenzial · ↗Ertragspotential · ↗Ertragspotenzial · ↗Forschungspotential · ↗Forschungspotenzial · ↗Gefahrenpotential · ↗Gefahrenpotenzial · ↗Gefahrpotential · ↗Gefahrpotenzial · ↗Gewaltpotential · ↗Gewaltpotenzial · ↗Handlungspotential · ↗Handlungspotenzial · ↗Industriepotential · ↗Industriepotenzial · ↗Innovationspotential · ↗Innovationspotenzial · ↗Konfliktpotential · ↗Konfliktpotenzial · ↗Kriegspotential · ↗Kriegspotenzial · ↗Kräftepotential · ↗Kräftepotenzial · ↗Kurspotential · ↗Kurspotenzial · ↗Leistungspotential · ↗Leistungspotenzial · ↗Machtpotential · ↗Machtpotenzial · ↗Marktpotential · ↗Marktpotenzial · ↗Menschenpotential · ↗Menschenpotenzial · ↗Militärpotential · ↗Militärpotenzial · ↗Nutzenpotential · ↗Nutzenpotenzial · ↗Produktionspotential · ↗Produktionspotenzial · ↗Protestpotential · ↗Protestpotenzial · ↗Rationalisierungspotential · ↗Rationalisierungspotenzial · ↗Risikopotential · ↗Risikopotenzial · ↗Rüstungspotential · ↗Rüstungspotenzial · ↗Sparpotential · ↗Sparpotenzial · ↗Suchtpotential · ↗Suchtpotenzial · ↗Synergiepotential · ↗Synergiepotenzial · ↗Verbesserungspotential · ↗Verbesserungspotenzial · ↗Verteidigungspotential · ↗Verteidigungspotenzial · ↗Wachstumspotential · ↗Wachstumspotenzial · ↗Widerstandspotential · ↗Widerstandspotenzial · ↗Wirkungspotential · ↗Wirkungspotenzial · ↗Wirtschaftspotential · ↗Wirtschaftspotenzial · ↗Wählerpotential · ↗Wählerpotenzial
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
Gesamtheit der vorhandenen Mittel und Möglichkeiten, vorhandene Leistungsfähigkeit, Wirkungsfähigkeit, besonders in der Technik, Ökonomie, Wissenschaft
Beispiele:
das ökonomische, industrielle, militärische Potenzial eines Staates
dieser Staat hat ein bedeutendes, wissenschaftliches Potenzial
die planmäßige Erweiterung des wissenschaftlich-technischen Potenzials unserer Volkswirtschaft
2.
Physik Maß für die Stärke eines elektrischen oder magnetischen Feldes an einem Punkt
Beispiel:
die Differenz der Potenziale zweier Punkte eines elektrischen Feldes ist die Spannung
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Potenz · potent · potenzieren · Potentat · Potential · potentiell · impotent · Impotenz
Potenz f. ‘Kraft, Macht, Wirksamkeit, Leistungsfähigkeit, Stärke’ (16. Jh.), ‘Fähigkeit des Mannes zum Geschlechtsverkehr, zur Zeugung’ (19. Jh., als Gegenwort zu voraufgehendem Impotenz, s. unten), auch ‘Herrschergewalt, politische Macht’ (17. Jh.), in der Mathematik ‘Produkt mehrerer gleicher Faktoren’ (Anfang 18. Jh.), aus lat. potentia ‘Vermögen, Kraft, Macht, Gewalt, (Ober)herrschaft’, abgeleitet von lat. potēns (s. unten). potent Adj. ‘stark, einflußreich, zahlungskräftig, leistungsfähig’ (um 1800), ‘fähig zum Geschlechtsverkehr, zeugungsfähig’ (20. Jh., als Gegenwort zu voraufgehendem impotent, s. unten), aus lat. potēns (Genitiv potentis) Part.adj. ‘mächtig, vermögend, fähig, einflußreich, stark’, eigentlich Part. Präs. zu einem untergegangenem Verb lat. *potēre ‘können’ (vgl. lat. posse). potenzieren Vb. in der Mathematik ‘eine Zahl mehrfach mit sich selbst multiplizieren’, allgemein ‘erhöhen, steigern, verstärken’ (19. Jh.), abgeleitet von Potenz. Potentat m. ‘Machthaber, Herrscher, regierender Fürst’ (16. Jh.), aus lat. potentātus ‘Vermögen, Kraft, Macht, Oberherrschaft’, mlat. (Plur.) ‘die Mächtigen’. Potential n. ortsabhängige Größe zur Beschreibung eines magnetischen bzw. elektrischen Feldes (Gauß 1836/1840), allgemein ‘Gesamtheit der vorhandenen Mittel und Möglichkeiten, Wirkungs-, Leistungsfähigkeit’, substantiviert aus spätlat. potentiālis ‘mächtig, wirksam, möglich’. potentiell Adj. ‘möglich, denkbar, der Anlage, der Möglichkeit nach wirkungsfähig’ (Mitte 19. Jh.), frz. potentiel, spätlat. potentiālis (s. oben). impotent Adj. ‘nicht mächtig, nicht fähig’ (2. Hälfte 17. Jh.), ‘zum Geschlechtsverkehr, zur Zeugung nicht fähig’ (2. Hälfte 18. Jh.), ‘untüchtig, nicht schöpferisch’ (20. Jh.), lat. impotēns (Genitiv impotentis) ‘nicht mächtig, schwach’. Impotenz f. ‘Unfähigkeit des Mannes zum Geschlechtsverkehr, zur Zeugung’ (2. Hälfte 18. Jh.), ‘Schwäche, Untüchtigkeit, Unfähigkeit zu schöpferischer Leistung’ (20. Jh.), lat. impotentia ‘Unvermögen’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Anlage · ↗Gegebenheit · ↗Möglichkeit · Potential · Potenzial
Assoziationen
Synonymgruppe
Befähigung · ↗Eignung · ↗Fähigkeit · ↗Kompetenz · Potential · Potenzial · ↗Profil · ↗Qualifikation · ↗Tauglichkeit · ↗Vermögen  ●  ↗Kompetenzprofil  fachspr.
Unterbegriffe
Assoziationen
  • (sich) für etwas eignen · für etwas geeignet sein
Synonymgruppe
Arbeitskraft · ↗Arbeitspotenzial · ↗Arbeitsvermögen · ↗Kraftreserve · ↗Leistungsfähigkeit · ↗Leistungsvermögen · Potenzial · ↗Spannkraft  ●  ↗Manpower  engl.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Stammzelle abrufen ausreizen ausschöpfen beachtlich bergen bescheinigen beträchtlich enorm entfalten erheblich erschließen gewaltig intellektuell kommerziell kreativ revolutionär riesig schlummern spielerisch stecken subversiv touristisch ungeheuer ungenutzt unterschätzen utopisch verschenken vorhanden zerstörerisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Potenzial‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Tatsächlich sah er das Potenzial technologischer Entwicklungen oft früher als andere.
Die Zeit, 27.12.2010 (online)
Wahrscheinlich haben solche Techniken daher auch bei psychischen Störungen therapeutisches Potenzial.
Die Zeit, 11.02.2008, Nr. 06
Betont wurde dabei, dass der Rückgang auch wegen des sinkenden Potenzials an Erwerbspersonen zurückzuführen sei.
Archiv der Gegenwart, 2001 [2000]
Ein GLT soll jünger als 45 Jahre sein, eine Position von "beträchtlichem Einfluss“ innehaben und über "globales Potenzial“ verfügen.
o. A. [cra]: GLT. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [2000]
Er gründet sich auf ein gewaltiges wirtschaftliches Potenzial.
Der Spiegel, 01.05.2000
Zitationshilfe
„Potenzial“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Potenzial>, abgerufen am 23.10.2019.

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