Poussage, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Poussage · Nominativ Plural: Poussagen
Aussprache
WorttrennungPous-sa-ge (computergeneriert)
HerkunftFranzösisch
eWDG, 1974

Bedeutung

umgangssprachlich, veraltend
1.
meist kurzes, oberflächliches Liebesverhältnis
Beispiel:
er hat eine Poussage mit ihr
2.
Geliebte, Geliebter
Beispiel:
sie ist seine Poussage
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

poussieren · Poussage
poussieren Vb. ‘den Hof machen, flirten, schmeichelnd umwerben’. Das im Dt. seit der 2. Hälfte des 17. Jhs. bezeugte Verb ist entlehnt aus frz. pousser ‘stoßen, schieben, treiben, drängen’, das aus lat. pulsāre ‘kräftig stoßen, schlagen’ (s. ↗Puls) hervorgegangen ist. poussieren begegnet zuerst im Sinne von ‘antreiben, drängen, um etw. bemüht sein, fördern, unterstützen’, in der Kaufmannssprache ‘sich mit Sorgfalt und Anstrengung der Herstellung eines Artikels widmen’. Danach entwickelt sich in der Studentensprache (Anfang 19. Jh.) die Bedeutung ‘hofieren, schöntun, liebeln’ (vgl. frz. pousser les beaux sentiments ‘verliebt tun’). Poussage f. ‘Liebschaft, Liebelei, Flirt, Geliebte’ (19. Jh.), anfangs neben Poussade, beide französierend zum Verb gebildet.

Verwendungsbeispiel
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wäre etwa heute noch so eine rosarote Poussage wie die mit Gerda Peters denkbar?
Horster, Hans-Ulrich [d.i. Rhein, Eduard]: Ein Herz spielt falsch, Köln: Lingen 1991 [1950], S. 305
Zitationshilfe
„Poussage“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Poussage>, abgerufen am 17.10.2018.

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