Präambel, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Präambel · Nominativ Plural: Präambeln
Aussprache
WorttrennungPrä-am-bel
HerkunftLatein
eWDG, 1974

Bedeutung

(feierliche) Einleitung, besonders eines Gesetzes, Staatsvertrages
Beispiele:
die Präambel der Charta der Vereinten Nationen
die Präambel eines Freundschaftsvertrags
salopp, abwertend, übertragen Präambeln halten, machenUmschweife machen
Beispiel:
halt hier keine (langen) Präambeln!
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Präambel f. (älter n.) ‘Vorrede, Einleitung’ (zu einem Vertrag, einer Urkunde), frühnhd. preambel n. ‘Einleitung, musikalisches Vorspiel’ (15. Jh.), preamel (16. Jh.), entlehnt aus gleichbed. mlat. praeambulum n., gebildet zu spätlat. praeambulus Adj. ‘vorangehend’, aus lat. ambulāre ‘umhergehen’ und ↗prä- (s. d.); vgl. afrz. frz. préambule m.

Thesaurus

Synonymgruppe
Einleitung · ↗Geleitwort · ↗Vorwort  ●  Präambel  juristisch
Assoziationen
  • (ein paar) einführende Worte · als Bemerkung vorab · als Geleitwort · als Vorbemerkung · ein Wort zuvor · zum Geleit
  • Vorrede · ↗Vorwort  ●  ↗Prolog  griechisch · ↗Geleitwort  geh. · ↗Prodromus  geh., veraltet, lat., griechisch

Typische Verbindungen
computergeneriert

Charta EU-Verfassung EWG-Vertrag Einigungsvertrag Freundschaftsvertrag Gottesbezug Grundgesetz Grundsatzprogramm Koalitionsvereinbarung Koalitionsvertrag Lastenausgleichsgesetz Nato-Vertrag Ratifikationsgesetz Ratifizierungsgesetz Regierungsprogramm Ressortverteilung Satzung Statut UN-Charta Verfassung Verfassungsentwurf Verfassungsvertrag Vertragsentwurf Wahlprogramm Weglassung Wiedervereinigungsgebot Wortlaut gliedern vorangestellt voranstellen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Präambel‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich rege mich über Ihre These auf, nicht über die Präambel.
Der Tagesspiegel, 13.06.2000
In der Präambel erinnerten die Unterzeichner "an die gute Tradition ihrer jahrhundertelangen Geschichte".
Die Welt, 11.04.2000
In der Frage der Präambel setzt sich der Bund durch.
Küsters, Hans Jürgen: Entscheidung für die deutsche Einheit. In: Deutsche Einheit, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1998], S. 950
Hatten Sie sich die Einstellung, die ich Ihnen aus der Präambel zitiert habe, auch weiterhin zu eigen gemacht?
o. A.: Sechsundneunzigster Tag. Montag, 1. April 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 16504
Wenn ein Befehl speziell vom Führer ausging, dann begann ich ihn mit einer Präambel.
o. A.: Einhundertneunundvierzigster Tag. Freitag, 7. Juni 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 23533
Zitationshilfe
„Präambel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Präambel>, abgerufen am 08.12.2019.

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