Präludium, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Präludiums · Nominativ Plural: Präludien
Aussprache
WorttrennungPrä-lu-di-um
HerkunftLatein
eWDG, 1974

Bedeutung

Musik frei gestaltetes einleitendes Musikstück
Beispiel:
ein Präludium spielen
bildlich etw., das einem Vorgang vorausgeht, Vorspiel
Beispiel:
Aber nach diesen wohldurchdachten Präludien ... geht er in raschem Crescendo zum Angriff über [St. ZweigBalzac266]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Präludium · Prélude
Präludium n. ‘frei gestaltetes einleitendes Musikstück (besonders für Orgel), Vorspiel’, Übernahme (16. Jh.) von spätlat. praelūdium, zu lat. praelūdere ‘zur Übung oder Probe vorspielen, ein Vorspiel machen, halten’, auch ‘vorbereiten’ (vgl. lat. lūdere ‘spielen’). Die Verwendung der übertragenen Bedeutung ‘was einem Vorgang vorausgeht’, auch ‘Anzeichen, Anfang’ geht gleichfalls bis ins 16. Jh. zurück. Daneben aus dem Frz. entlehntes (19. Jh.) Prélude n. (mfrz. frz. prélude m.), besonders für eine ‘fantasieartige selbständige Instrumentalkomposition (für Klavier, Orchester)’.

Thesaurus

Musik
Synonymgruppe
Praeludium · Präludium  ●  Preludio  ital. · ↗Prélude  franz.

Typische Verbindungen
computergeneriert

C-Dur Choral Es-Dur Finale Fuge Fugen Intonation Klavier Konzert Phantasie Postludium Sammlung Sonate Suite Tanz Toccata Tokkata bachsch einleiten erklingen festlich harmlos vierundzwanzig virtuos

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Präludium‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Soziologisch und zeitgeschichtlich ist dieses künstlerisch chaotische Präludium enorm aufschlußreich.
Die Zeit, 11.04.1969, Nr. 15
Das Präludium lässt er aus dem zaghaft irisierenden, geräuschhaft tastenden Beginn wunderbar werden und gedeihen.
Die Welt, 18.06.2003
Süddeutschem Brauch gemäß wird Pedal nur in den Präludien verlangt.
Sietz, Reinhold: Fischer. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1955], S. 13005
Man ließ die Präludien weg und schritt gleich zur Kernszene.
Burger, Hermann: Die künstliche Mutter, Frankfurt a. M.: Fischer-Taschenbuch-Verl. 1986 [1982], S. 197
Als Dreizehnjährige trug sie ihrem Vater als Geburtstagsüberraschung vierundzwanzig Bachsche Präludien und Fugen aus dem Gedächtnis vor.
Ruer, Annemarie: Junge Künstler. In: Ins Leben hinaus, Stuttgart: Union Dt. Verl.-Ges. 1931, S. 53
Zitationshilfe
„Präludium“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Präludium>, abgerufen am 15.11.2018.

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