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Prämie, die
GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Prämie · Nominativ Plural: Prämien
Aussprache
WorttrennungPrä-mie (computergeneriert)
HerkunftLatein
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
Zuwendung, Geldzuwendung für eine besondere Leistung
a)
Beispiele:
eine Prämie für den Abschuss von Raubwild
für die Ergreifung des Mörders ist eine Prämie ausgesetzt
eine Prämie auszahlen
Prämien für Gälischsprechen [BöllIrisches Tagebuch115]
der Denunziant war seiner Prämie sicher [H. MannZeitalter420]
b)
Sport im Radrennen
Beispiel:
eine Prämie ausschreiben, ausfahren, gewinnen
2.
zusätzliche Vergütung zum Arbeitslohn, die
a)
wird im Sozialismus bei besonderen Leistungen qualitativer oder quantitativer Art aus dem Betriebsprämienfonds gewährt
Beispiele:
er ist von der Betriebsleitung für eine Prämie vorgeschlagen worden
für jmdn. eine Prämie beantragen
der Betrieb hat zum Jahresende viele Prämien ausgeworfen
b)
wird im Kapitalismus im Zusammenhang mit bestimmten Lohnsystemen gezahlt, um ein Höchstmaß an Arbeitsproduktivität zur Steigerung des Profits zu erreichen
3.
Betrag, den der Versicherte der Versicherungsanstalt regelmäßig zu zahlen hat
Beispiele:
die Prämie zahlen, neu festsetzen
die Prämie ist fällig
4.
Zusatzgewinn im Lotto, in der Lotterie
Beispiel:
Prämien in Höhe von 100 Euro fielen auf die Endnummern ...
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Prämie · prämieren · prämiieren
Prämie f. ‘Zuwendung für eine bes. Leistung, zusätzliche Vergütung zum Arbeitslohn, Versicherungsbeitrag, Zusatzgewinn (im Lotteriespiel o. ä.)’, entlehnt (16. Jh.) aus lat. praemia, dem als Fem. Sing. aufgefaßten Neutr. Plur. von lat. praemium ‘Vorteil, Auszeichnung, (Ehren)preis, Belohnung’, eigentl. ‘die Vorausnahme, das Vorausgenommene’, aus *prai-emiom; zu lat. emere ‘(er)kaufen’, eigentl. ‘(gegen Bezahlung) nehmen’, und s. ↗prä-. Prämie bezeichnet zuerst die ‘Belohnung für Fleiß und gute Leistungen in der Schule’, auch die ‘Belohnung für eine wissenschaftliche, literarische, künstlerische Leistung’ (16. Jh.), steht dann in der Kaufmannssprache im Sinne von ‘Zugabe, Vergütung, Beitrag, Gebühr’ (17. Jh.). prämieren prämiieren Vb. ‘jmdn. für eine besondere Leistung mit einer Prämie belohnen, auszeichnen’ (19. Jh.), vgl. spätlat. praemiāre ‘belohnen’.
OpenThesaurus (09/2016)

Thesaurus

Synonymgruppe
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Unterbegriffe
Synonymgruppe
Gratifikation · Incentive  fachspr. · Sondervergütung · Sonderzulage · Sonderzuwendung · Zusatzvergütung
Oberbegriffe
Assoziationen
Oberbegriffe
Assoziationen
DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Für diese besteht die einzige Chance darin, höhere Prämien durchzusetzen.
Die Welt, 31.08.2005
Davon sollen dann auch die Prämien für Kinder beglichen werden können.
Der Tagesspiegel, 04.08.2004
Denn wo Erfolge sind, da gibt es auch hohe Prämien.
Beckenbauer, Franz: Einer wie ich, München: Wilhelm Heyne Verlag 1977, S. 225
Und weil du ", wandte er sich an Emil," den Mann eingefangen hast, kriegst du die Prämie.
Kästner, Erich: Emil und die Detektive, Hamburg: Dressler 1991 [1928], S. 144
Irgendeine religiöse Prämie auf ein bestimmtes ökonomisches Verhalten fehlt auch sonst in jeder Richtung völlig.
Weber, Max: Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen. In: Weber, Marianne (Hg.) Gesammelte Aufsätze zur Religionssoziologie, Bd. II, Tübingen: Mohr 1921 [1920-1921], S. 228
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abfindungen Auszahlung Boni Gehälter Höhe Lebensversicherung Mark Preisgeld Versicherten Zahlung Zulagen ausgehandelt ausgelobt ausgelobte ausgeschüttet ausgesetzt ausgezahlt belohnt bezahlt eingezahlten einkommensunabhängige einstreichen gezahlten höhere kassierte monatliche satte winken zahlen zahlenden

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Prämie‹.

Worthäufigkeit

selten häufig

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