Präsens, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Präsens · Nominativ Plural: Präsentia/Präsentien
Aussprache
WorttrennungPrä-sens
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Präsens‹ als Letztglied: ↗Präteritopräsens  ·  mit ›Präsens‹ als Grundform: ↗präsentisch
eWDG, 1974

Bedeutung

Sprachwissenschaft Zeitform des Verbs, die Gegenwärtiges, Allgemeingültiges, Zukünftiges und auch Vergangenes ausdrücken kann
Beispiel:
die Sätze ›ich gehe nach Hause‹, ›die Erde dreht sich‹ stehen im Präsens
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Präsens · präsent · Präsenz
Präsens n. Gegenwärtiges ausdrückende Zeitform des Verbs, ‘Gegenwart’, Entlehnung (16. Jh.) als grammatischer Terminus von gleichbed. lat. (tempus) praesēns, eigentlich ‘gegenwärtige Zeit’; vgl. lat. praesēns Part.adj. (Genitiv praesentis) ‘gegenwärtig, anwesend, jetzig, augenblicklich, sofortig, dringend, wirksam’. In früher Übersetzung gegenwürtig(e) zeit (um 1400). präsent Adj. ‘anwesend, gegenwärtig, zur Hand’ (19. Jh.), lat. praesēns (s. oben). Präsenz f. ‘Anwesenheit, (bewußt wahrgenommene) Gegenwärtigkeit’ (1. Hälfte 17. Jh.), aus gleichbed. frz. présence, afrz. presence, lat. praesentia, abgeleitet von lat. praesēns.

Thesaurus

Linguistik/Sprache
Synonymgruppe
Gegenwart · ↗Gegenwartsform · Präsens
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Futur Gebrauch Imperfekt Partizip Präsens Präsenz Präteritum Tempus Vergangenheit Verwendung Wechsel absolut erzählen erzählend gebrauchen historisch wechseln übersetzen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Präsens‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sein Part ist ins Präsens übersetzt, er ist der unsichtbare Gast in jeder Situation.
Süddeutsche Zeitung, 20.10.2001
Vor ein paar Tagen noch hätte man das alles im Präsens gesagt.
Die Zeit, 06.04.2000, Nr. 15
Sollte er die Ereignisse in das Präsens hineinschreiben, näher an die Leser heran?
Born, Nicolas: Die Fälschung, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1980 [1979], S. 175
Der Traum verdrängt den Optativ und ersetzt ihn durch ein simples Präsens.
Freud, Sigmund: Die Traumdeutung, Leipzig u. a.: Deuticke 1914 [1900], S. 420
Ein Pedant könnte verlangen, daß solche Sätze nicht durch das Präsens, sondern durch das Präteritum ausgedrückt würden.
Mauthner, Fritz: Wörterbuch der Philosophie. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1910], S. 26633
Zitationshilfe
„Präsens“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Präsens>, abgerufen am 21.10.2019.

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