Prahlerei, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Prahlerei · Nominativ Plural: Prahlereien
Aussprache
WorttrennungPrah-le-rei (computergeneriert)
Wortzerlegungprahlen-erei
eWDG, 1974

Bedeutung

abwertend fortwährendes Prahlen
Beispiele:
eitle, leere Prahlerei
seine Prahlerei ging uns auf die Nerven
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

prahlen · Prahler · Prahlerei · prahlerisch
prahlen Vb. ‘sich rühmen, sich wichtig machen, renommieren’. Mnd. prālen ‘laut sprechen, sich großtun’, md. prōlen, prālen, prallen ‘lärmend großtun’ (um 1500) gelangt in der Form prahlen (pralen Luther) in die Literatursprache. Bei Luther auch das Substantiv Pral, nach mnd. prāl ‘Lärm, Schall, Prunk’. Herkunft nicht geklärt. Beziehungen zu brüllen oder zu prallen, prellen sind unsicher. Lautmalenden Ursprungs? Prahler m. ‘Großsprecher’, Prahlerei f. prahlerisch Adj. (alle 17. Jh.).

Thesaurus

Linguistik/Sprache
Synonymgruppe
Angabe (mit) · ↗Angeberei · ↗Aufschneiderei · Geprotze · ↗Großsprecherei · Prahlerei · ↗Protzerei · ↗Wichtigtuerei  ●  ↗Rodomontade  geh., ital., franz.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Hang Lüge Neid leer

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Prahlerei‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wichtiger als der Geschmack sei vermutlich die Prahlerei, das exklusivste Getränk der Welt getrunken zu haben.
Die Zeit, 18.08.2004, Nr. 34
In den oberen Klassen tat er sich durch Prahlereien hervor.
Werner, Reiner: Das verhaltensgestörte Kind, Berlin: Dt. Verl. d. Wiss. 1973 [1967], S. 74
Das wissen die sowjetischen Führer übrigens trotz all ihrer Prahlerei.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1961]
Prahlerei mit Leistungen und Fähigkeiten, die man nicht besitzt, wird verachtet.
Gigon, Olof: Das hellenische Erbe. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 8081
Wer es sich leisten kann, sorgt auch für das festliche Gepräge, jedoch ohne Prahlerei!
Haluschka, Helene: Noch guter Ton? In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1938], S. 3148
Zitationshilfe
„Prahlerei“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Prahlerei>, abgerufen am 15.10.2019.

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