Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Prestige, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Prestige(s) · wird nur im Singular verwendet
Aussprache 
Worttrennung Pres-ti-ge
Wortbildung  mit ›Prestige‹ als Erstglied: Prestigedenken · Prestigefrage · Prestigegewinn · Prestigegrund · Prestigeobjekt · Prestigepolitik · Prestigeprojekt · Prestigestreben · Prestigeverlust · prestigeträchtig · prestigevoll
 ·  mit ›Prestige‹ als Letztglied: Berufsprestige
Herkunft aus gleichbedeutend prestigefrz
eWDG

Bedeutung

Geltung, die eine Person, Gruppe oder Institution in den Augen anderer genießt oder anstrebt und auf deren Wahrung sie bedacht ist
Beispiele:
ein soziales, politisches, sportliches Prestige
das Prestige einer Regierung, Partei, Persönlichkeit
jmds. Prestige leidet, ist gefährdet
jmdm. Prestige verleihen
das Prestige wahren
(an) Prestige gewinnen, verlieren
sein Prestige behaupten, einbüßen
jmds. Prestige erschüttern, schwächen, wiederherstellen
er fürchtete um sein Prestige
eine Bedrohung, Schädigung seines Prestiges
das ist eine Frage des Prestiges
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Prestige n. ‘Blendwerk, Gaukelei’ (1. Hälfte 19. Jh.), ‘Einfluß, Ansehen, Geltung’ (2. Hälfte 19. Jh.), in beiden Bedeutungen Übernahme von frz. prestige m., das auf spätlat. praestīgium n. (neben häufigerem lat. praestīgia f.) ‘Gaukelei, Blendwerk’ zurückgeht.

Thesaurus

Synonymgruppe
(guter) Ruf · Ansehen · Bild · Image · Leumund · Namen · Prestige · Renommee · Reputation · Stellung
Synonymgruppe
Achtung · Ansehen · Autorität · Bedeutung · Einfluss · Geltung · Hochachtung · Prestige · Renommee · Wertschätzung · Würdigung  ●  Standing  engl.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Prestige‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Prestige‹.

Verwendungsbeispiele für ›Prestige‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wir haben als Nation einen Teil des verlorengegangenen Prestiges wiedergewinnen können. [Graudenz, Karlheinz u. Pappritz, Erica: Etikette neu, Berlin: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1967 [1956], S. 600]
Die Größe »nationales Prestige« ist zu einer von vielen in der Kalkulation geworden. [konkret, 1989]
Jetzt, bei den schönen erfolgreichen Frauen, geht es dem Mann auch um Prestige. [konkret, 1985]
Für dieses Volk ging ich aber so weit, mein eigenes Prestige zu opfern. [Archiv der Gegenwart, 2001 [1945]]
Die Größe des britischen Prestiges lege jedoch eine entsprechende Verantwortung auf. [Archiv der Gegenwart, 2001 [1943]]
Zitationshilfe
„Prestige“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Prestige>.

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