Priem, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Priem(e)s · Nominativ Plural: Prieme
Aussprache 
Wortbildung  mit ›Priem‹ als Erstglied: ↗Priemtabak  ·  mit ›Priem‹ als Grundform: ↗priemen
eWDG, 1974

Bedeutung

ein Stück Kautabak
Beispiele:
Priem kauen
eine Rolle Priem
ein Stück Priem abbeißen
einen Priem im Munde haben
»Hätten Sie sich lieber in jede Backe einen Priem gestopft« [ StrittmatterOchsenkutscher279]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Priem · priemen
Priem m. ‘Stück Kautabak’, an der Küste entlehnt (um 1800) aus gleichbed. nl. pruim, eigentlich ‘Pflaume’, da die zum Kauen gewöhnlich benutzte Menge Kautabak in Form und Farbe einer Backpflaume ähnelt. Zur Etymologie s. ↗Pflaume. priemen Vb. ‘Tabak kauen’ (19. Jh.), nl. pruimen.

Thesaurus

Synonymgruppe
Kautabak · Mundtabak · Priem · Snus
Oberbegriffe
Assoziationen
  • Rauchen · Tabakrauchen  ●  Paffen  ugs. · Quarzen  ugs. · Schmauchen  ugs.

Verwendungsbeispiele für ›Priem‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich kam den nächsten Tag wieder, brachte ihm einen Priem Kautabak mit und lernte bei ihm das Wriggen.
Luckner, Felix von: Seeteufel, Herford: Kohler 1966 [1921], S. 12
Der Priem (Kautabak) ist die lateinische Pflaume (prunus), und wer priemt, der pfläumt sozusagen.
Reimann, Hans: Vergnügliches Handbuch der Deutschen Sprache, Düsseldorf: Econ-Verl. 1964 [1931], S. 55
Zitationshilfe
„Priem“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Priem>, abgerufen am 24.10.2020.

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