Primitivismus, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Primitivismus · wird nur im Singular verwendet
Aussprache  [pʀimitiˈvɪsmʊs]
Worttrennung Pri-mi-ti-vis-mus
Herkunft Latein
eWDG

Bedeutung

Erscheinung in verschiedenen Kunstrichtungen des 19. und 20. Jahrhunderts, die sich in der Tendenz zu gewolltem Archaismus und zu kindlich-naiver Darstellung äußert

Verwendungsbeispiele für ›Primitivismus‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die militärisch entmannte Alte Welt klage über amerikanischen Primitivismus; doch das wirkliche Problem sei ihre "Irrelevanz".
Die Welt, 18.03.2002
Zu diesem Zeitpunkt hatte der Primitivismus seinen Höhepunkt bereits überschritten.
Die Zeit, 24.04.1992, Nr. 18
Im dritten Teil des Romans, in dem die Suche nach dem Glück konkreter wird, stoße ich zunehmend an echten Primitivismus.
konkret, 1989
Gegenüber der höchsten Sublimierung und Verwicklung des barocken Stils hat seit etwa 1740 ein neuer Primitivismus allenthalben Platz gegriffen.
Blume, Friedrich: Barock. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1951], S. 20603
Was aber das Urteil an Feinheit verliert, gewinnt es an Durchschlagskraft durch seine Entschiedenheit, durch seinen Primitivismus.
Schuh, Franz: Schreibkräfte, Köln: DuMont 2000, S. 70
Zitationshilfe
„Primitivismus“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Primitivismus>, abgerufen am 21.01.2022.

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